Torontos historisches Distillery District entdecken

Torontos historisches Distillery District entdecken
Clifton Li
Clifton Li

Toronto ist berühmt für seine farbenfrohen und lebendigen Stadtviertel. Am bekanntesten dürfte der historische Distillery Historic District sein. Dieser Bezirk östlich der Innenstadt ist geprägt von Industriearchitektur aus dem 19. Jahrhundert. Die Gegend wurde zu einem historischem Denkmal erklärt. Nicht verwunderlich, denn die Architektur dieser Zeit ist in Nordamerika nur noch selten so gut erhalten zu sehen. Zudem liegt im Distillery District auch die prachtvoll restaurierte Destillerie Gooderham & Worts aus den 1830er-Jahren, die einst der weltgrößte Whiskey-Produzent war.

 

Zu sehen gibt es imposante viktorianische Gebäude, schick umgebaute Lagerhäuser, Lofts mit hohen Decken und gepflasterte charaktervolle Straßen. Hier ist die Kreativität fast mit Händen zu greifen, hier findet man alles von Cafés mit lokalen Produkten bis hin zu hippen Boutiquen. Trinity Street ist zur ersten Anlaufstelle für Märkte geworden. Natürlich ist die Gegend stark touristisch geprägt, aber es ist hier so lebendig, die Stimmung so großartig, dass sich Besucher dem Reiz des Distillery Districts nur schwer entziehen können. Und dann gibt es hier natürlich auch noch jede Menge brandaktueller Trends zu entdecken. Wir zeigen euch, was den Besuch des Distillery District zu etwas ganz Besonderem macht.

Hinein in Galerien, Werkstätten und Studios

Toronto hat 13 Hektar für Kunst, Kultur und Unterhaltung reserviert, es gibt also jede Menge zu sehen. Geht spazieren, seht euch um, beobachtet die Leute oder schließt euch einer Tour an –zu Fuß oder auch per Segway. Es warten 22 Galerien, dazu Schauräume für Designartikel oder Möbel. Schlendert durch die Sport Gallery, bestaunt die Luxus-Lichtinstallationen bei Artemide, die moderne Kunst in der Monte Clark Gallery, die Auslage bei Akroyd Furniture oder seht euch in der großen Corkin Gallery um, einer der interessantesten Galerien der Stadt. Etwas ganz Besonderes ist das Case Goods Warehouse: Das Gebäude beherbergt ausschließlich Studios und Werkstätten von Handwerkern, Kunsthandwerkern und Juwelieren und sie alle sind für Besucher zugänglich. Bringt also Zeit mit!

Zeit für einen Einkaufsbummel?

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Das Distillery District ist Heimat von 25 Geschäften. Für den modebewussten Herrn gibt es Gentil Uomo mit den neuesten Produkten aus Mailand. Hoi Bo bietet künstlerisch anspruchsvolle Kleidung, Taschen und Armreife, bei Gilding the Lily gibt’s Schmuck und Accessoires der berühmten Stylistin Annie Jagger. Bei John Fluevog, dem legendären kanadischen Schuhdesigner, werden Schuhe nach Wunsch gefertigt, bei Distill warten Kleidung, Kunsthandwerk und Designartikel aus kanadischer Fertigung. Und wer noch Lesefutter benötigt: Open Air Books and Maps hat etwa 10.000 Reisebücher vorrätig. Da sollte doch etwas dabei sein, oder?

Hinsehen, zuhören, feiern

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Der Veranstaltungskalender des Distillery District hat immer etwas zu bieten. 17 Ensembles treten ständig live auf. Konzerte und Theaterstücke stehen ebenso auf dem Programm wie Ausstellungen und Märkte. Besucht das Kunstfestival Luminato, das Fotografie-Festival CONTACT photography, den saisonalen Sonntagsmarkt oder den Weihnachtsmarkt im Dezember.

Austern, Sushi oder Schokolade? 

Hier lautet die Frage nicht “Was soll ich essen?”, sondern: „Was soll ich nicht essen?“ Den kristallisierten Ingwer in peruanischer Schokolade von SOMA Chocolatemaker? Die dekadenten Nachtische von Cacao 70? Die ungewöhnlichen Eissorten von Greg’s Ice Cream? In der Pure Spirits Oyster Bar & Grill warten frische Austern und Fisch, der täglich frisch eingeflogen wird. Oder sollen es doch lieber die aus Vollkorn hergestellten Brote, Sandwiches und Gebäckspezialitäten aus der Brick Street Bakery oder Sushi bei Japanese Boku sein? Wer beim Essen auch mit den Augen genießen möchte geht zu El Catrin und sieht sich die deckenhohen Wandgemälde an, während er in seinen Taco beißt. Authentische moderne französische Küche zu anständigen Preisen gibt’s im Cluny Bistro

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Ausgefallene Kaffeespezialitäten bieten Balzac’s Coffee Roasters, wer es eher trendiger mag, ist vermutlich besser im Caffe Furbo aufgehoben. Besucher fühlen sich dort wie in den Kulissen von „Barbarella“. Der Mill Street Brew Pub serviert 16 Craft-Beer-Spezialitäten aus eigener Herstellung vom Fass. Zum Einstieg empfehlen sich die Klassiker: Tank House Ale, Organic und Wit. Als feste Grundlage bietet sich gehobenes Kneipenessen wie das Sandwich mit Hummer und Grillkäse an. In der mediterran eingerichteten Tappo Wine Bar and Restaurant gibt es einige der besten Weine in ganz Ontario, alternativ kann man bei einem Sake-Meister hochprozentiges Japanisches verkosten oder in der Pravda Vodka Bar auf den Untergang des Kommunismus anstoßen.

Auch mal nach links und rechts schauen

Das Distillery District ist gespickt mit zahlreichen Skulpturen. In der Nähe der Distillery Lane lädt ein Skulpturenpark zum Innehalten und Plaudern ein. Und Besucher sollten auf keinen Fall versäumen, sich in einem der Straßencafés einzunisten, der Live-Musik zuzuhören, die Straßenmusiker zu beobachten und die Seele baumeln zu lassen. 

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