1. Die spannende Geschichte der Mounties kennenlernen

Auf dem Das RCMP Heritage Center: das Zuhause der Mounties - Foto: Tourism Saskatchewan

In Sachen Beliebtheit rangieren Kanadas Mounties zwar ganz weit oben – neben dem Biber und der legendären kanadischen Höflichkeit – aber natürlich sind sie viel mehr als nur schöne rote Uniformen und pfiffige Hüte.

 

Die legendäre Royal Canadian Mounted Police (RCMP) ist Kanadas höchst angesehene Bundespolizei. Seit 1873 hat sie die kanadische Identität mitgeprägt, seither schützt sie die kanadischen Bürger. Die Gründung und Entwicklung Saskatchewans sind eng mit der Geschichte dieser weltberühmten Truppe verbunden. Regina, die Hauptstadt von Saskatchewan, beherbergt nach wie vor die einzige Ausbildungsakademie der Polizeitruppe. Seit 1885 werden alle Mounties in der RCMP Academy „Depot“ Division ausgebildet. Auf dem Depotgelände befindet sich das RCMP Heritage Centre, ein Weltklasse-Museum, das anhand von Exponaten und Multimedia-Präsentationen einen faszinierenden Einblick in die schillernde Geschichte der RCMP bietet. Einmal dort, sollten bei Gelegenheit auch die Drill-Sergeants dabei beobachtet werden, wie sie bei der Sergeant-Major-Parade die Kadetten auf Herz und Nieren prüfen. Ein beliebter Event während der Sommermonate ist die rituelle Sunset-Retreat-Zeremonie, ein farbenfrohes Spektakel mit vielen Kadetten im berühmten roten Serge.

 

2. Hoch über den Plains in den Cypress Hills

Im Cypress Hill Interprovincial Park – Foto: Tourism Saskatchewan

Die Cypress Hills liegen im Südwesten der Provinz und ragen bis zu 580 Meter über die endlose Prärie. Der höchste Punkt liegt 1392 Meter über dem Meer und ist damit höher als Banff (1.383 Meter). Die Hills sitzen rittlings beiderseits der Grenze zwischen Saskatchewan und Alberta und sind Kanadas erster und einziger Interprovincial Park. Klippen, Aussichtspunkte und schöne Waldwege machen seinen besonderen Reiz aus. Hier können Naturfreunde campen, angeln, wandern, seilrutschen, paddeln und Ski fahren. Der Park ist zudem ein Dark Sky Preserve: So gut wie keine Lichtverschmutzung behindert die Sicht auf Sterne und Satelliten am Nachthimmel. Wer von akuter Büromüdigkeit geplagt wird, kann sich an einer neuen Karriere als Rancharbeiter auf der Historic Reesor Ranch versuchen, einer so genannten Working Ranch, die seit über 100 Jahren von derselben Familie geführt wird. Maple Creek ist das Tor zu dieser Gegend, ein hübsches Rancherstädtchen mit netten Restaurants und Geschäften, deren Qualität so fern der großen Städte angenehm überrascht.

 

 

3. Auf dem Churchill River durch kanadische Geschichte paddeln

Churchill River - Foto: Tourism Saskatchewan

Der Kanadische Schild im Norden Saskatchewans ist von Seen, Flüssen und Wasserfällen nur so übersät. Dies ist ein echtes Paddler-Dorado. Der Churchill River, ein stattlicher, zig Seen verbindender Fluss mit Stromschnellen und gelegentlichen Wasserfällen, steht bei vielen Paddlern auf der Bucket List. Es ist ein Fluss für alle Kanufahrer. Lange vor der Ankunft der Europäer wurde er von den Ureinwohnern als Handelsroute genutzt. Diese sind dort schätzungsweise bereits vor 8.000 Jahren unterwegs gewesen. Felsmalereien an Uferfelsen zeugen von ihrer kontinuierlichen Präsenz. Nach der Ankunft weißer Pelzhändler und Entdecker blieb der Fluss eine wichtige Handelsverbindung. Im Dorf Missinipe ist er leicht erreichbar. Dort hilft der Anbieter Churchill River Outfitters bei der Planung einer ein- oder mehrtägigen Paddeltour.

 

4. Sich in den Wäldern des Prince Albert National Park verlieren (.. und finden)

Prince Albert National Park - Foto: Tourism Saskatchewan

Der Prince Albert National Park ist einer von zwei Nationalparks in Saskatchewan und liegt in einer Übergangslandschaft aus Espenwäldern, Grasland und borealem Nadelwald. Es ist ein faszinierender Ort. 3.875 Quadratkilometer groß, schützt er zahlreiche Tierarten und bietet darüber hinaus viele Freizeitaktivitäten. Der Park ist gleichermaßen ideal für leichte sowie anspruchsvollere Aktivitäten. Soft Adventurer können eine Wanderung unternehmen, mit Kanu oder Paddleboard eine Runde drehen oder die Strände am Ufer des Waskesiu Lake erkunden. Auf anspruchsvolle Abenteurer warten gut dokumentierte, über den ganzen Park verstreute Kanurouten und Backcountry-Trails fernab aller Zivilisation. Eine der beliebteren Wanderungen ist der Hike zur Hütte des berühmten Naturschützers Grey Owl.

 

5. Sich schwerelos fühlen im Little Manitou Lake

Little Manitou Lake - Foto: Tourism Saskatchewan

Wie klingt ein kombinierter Wellness-/Schwimm-/ Badetag? Der Little Manitou Lake ist als Kanadas Totes Meer bekannt und einer der wenigen Seen weltweit, in denen es unmöglich ist, unterzugehen. Sein salzhaltiges Wasser ist einzigartig in der westlichen Hemisphäre und besitzt natürliche therapeutische Haut- und Körperpflegeeigenschaften, die sonst kaum zu finden sind. Mineralien in hohen Konzentrationen verleihen dem Wasser zudem einen angenehmen Auftrieb, der müde oder schmerzende Gelenke entlastet. Besucher können ein Bad im See nehmen oder das beheizte Wasser im Manitou Springs Resort genießen. In Manitou Beach befindet sich auch das Danceland. Die Tanzhalle aus dem Jahre 1928 ist berühmt für ihr schönes Tanzparkett aus Ahornholz, das über ein Kissen aus Pferdehaar gebaut wurde. Die Halle erinnert an die 1920er Jahre, als das Städtchen ein quirliger Ferienort war. Bis heute finden dort das ganze Jahr über Tanz- und sonstige Veranstaltungen statt.

 

6. Die einfache Schönheit des Grasslands National Park aufsaugen

Grasslands National Park - Foto: Tourism Saskatchewan

Die kanadische Dichterin Lorna Crozier beschrieb den Grasslands National Park einmal als „Zufluchtsort der Stille, einen der Letzten auf dem Planeten. Unter dem Wind, unter unserem Herzschlag, hören wir die Erde atmen.“ Grasslands ist einer von zwei Nationalparks in Saskatchewan und der einzige Nationalpark in Kanada, der ursprüngliches Grasland bewahrt. Ein Muss für jeden, der in Saskatchewan unterwegs ist. Der Park besteht aus zwei geografisch getrennten Blöcken, dem Ost- und dem Westblock. Das Frenchman River Valley beherbergt den West Block. Es ist der perfekte Ort für eine selbstgeführte Präriesafari auf der Eco-Tour-Road. Besucher können Bisons sehen, Höhleneulen, Adler und Gabelböcke und passieren auch eine muntere Präriehund-Kolonie. Im abgelegenen East Block fühlt man sich wie ein Zeitreisender - vor allem in den rauen Rock Creek Badlands, wo Ausgrabungen besucht werden können und Paläontologen über ihre Forschungsergebnisse berichten. Am Ende des Tages wartet der von Lichtverschmutzung unbehelligte Blick hinauf zum Sternenhimmel, denn der Park ist als Dark Sky Preserve ausgewiesen.

 

7. Zeitreisen im Wanuskewin Heritage Park

Wanuskewin Heritage Park - Foto: Tourism Sasakatchewan

Nur wenige Minuten von der Stadt Saskatoon entfernt befindet sich der Wanuskewin Heritage Park. Wanuskewin heißt „in Harmonie leben“ – sehr passend für einen Ort, der seit Menschengedenken ein Treffpunkt der First Nations ist. Wo heutige Besucher Geschichte und Kultur der indigenen Einwohner kennenlernen können, versammelten sich einst die Stämme der nördlichen Ebenen, um gemeinsam Bisons zu jagen, Nahrung und Kräuter zu sammeln und den eisigen Winden des Winters zu entgehen. Auch der Park hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen und aus der Vergangenheit zu lernen. Zugleich inspiriert er Kreativität, Heilung und Visionen für eine gemeinsame Zukunft. Bei einem Besuch locken spannende Aktivitäten: Auf einer geführten Wanderung Kanadas längste Ausgrabungsarbeiten beobachten, im Team ein Tipi bauen, einen Traumfänger basteln, einem Powwow-Tänzer zuschauen oder Bannock- und Muskeg-Tee probieren.

 

8. Den knackigen Winter auf einer Hundeschlittenfahrt erleben​

Sundog Excursions – Foto: Tourism Saskatchewan/Keith Starks

Die Zwänge des Alltags in der Stadt hinter sich lassen? Im Winter lässt sich die wilde Endlosigkeit Nord-Saskatchewans mit einem Hundeschlitten von Sundog Excursions erkunden. Abenteurer erlernen „mushing“, den Umgang mit Alaskan Husky Schlittenhunden, während sie durch die wunderschönen borealen Nadelwälder gleitet und nach Luchsen, Eulen und Elchen Ausschau halten. Aktive schnallen sich auch Schneeschuhe unter, folgen den Spuren des Polarfuchses und lauschen dem Heulen der Wölfe tief in den Wäldern. Kundige Guides vermitteln ein tieferes Verständnis für dieses einzigartige Ökosystem. Nach Einbruch der Dunkelheit geht es entweder in eine luxuriöse 4-Sterne-Lodge, in der regionale Küche mit Wildfleisch von Wapiti und Bison sowie Saskatoon-Beeren serviert wird, oder aber in ein rustikales Trapper-Zelt mit Bullerofen, das zwischen schneebedeckten Bäumen steht.

 

9. Mitten in der Prärie Picassos bewundern 

Remai Modern - Foto: Tourism Saskatchewan

Weltberühmte Künstler ohne Besucherpulks genießen: Wie klingt das denn? Das Remai Modern in Saskatoon ist Saskatchewans neuestes Kunstmuseum. Seine preisgekrönte Architektur im South Saskatchewan River Valley zitiert einfühlsam die umliegende Prärie. Das Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Picasso-Linolschnitten sowie 23 Keramikarbeiten des spanischen Meisters. Insgesamt gibt es auf drei Etagen elf Galerieräume mit zeitgenössischen Werken nationaler und internationaler Kreativer und eine Vielzahl von Veranstaltungen mit Filmen, Workshops, Vorträgen und mehr. Zudem bieten der Art & Design Store ein für Saskatoon ganz besonderes Shoppingerlebnis und das Restaurant Shift von regionalen Produkten Saskatchewans inspirierte Mahlzeiten.

 

10. Zu einer Lodge in straßenloser Wildnis fliegen

Foto: Tourism Saskatchewan

Wer das ganz besondere Urlaubserlebnis sucht, steigt am besten in ein Wasserflugzeug und lässt sich zu Orten tragen, die keine Straße mehr erreicht. Das nördliche Saskatchewan ist berühmt für seine abgelegenen, an fischreichen Seen liegenden Lodges, die vor allem Angler anziehen. Dabei geht hier noch mehr als bloß angeln. Die Lloyd Lake Lodge bietet einen kombinierten Angel- und Gourmeturlaub, bei dem gefischt und in den Wäldern nach Nahrung gesucht wird, anschließend zeigt ein Koch, wie die Ausbeute zu einem Gourmet-Menü zubereitet wird. Alternativ kann aber auch die völlige Einsamkeit in der Forest House Wilderness Lodge genossen werden oder man lässt die langen Sommertage am Ufer eines namenlosen Sees ausklingen. Die Blockhäuser und umliegenden Gärten wurden während der letzten drei Jahrzehnte liebevoll aus dem präkambrischen Fels gehauen. Dort erfahren Besucher, was Ruhe wirklich ist.

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