Eine Safari, ein Zipline-Abenteuer oder ein Besuch im Hotel aus Eis gemischt mit Geschichte und Naturwundern in Kanadas größter Provinz. Voilà: Euer Kanadaurlaub in Québec.

Das Canadian Museum of History

Das Canadian Museum of History

The Canadian Museum of History in Gatineau zählt zu den ältesten Museen des Landes, gegründet 1856. Noch dazu ist es das meistbesuchte mit 1,2 Millionen Besuchern jährlich. Grund sind wohl die vier Millionen Ausstellungsstücke, die die Geschichte Kanadas und der Welt erzählen, angefangen vor ungefähr 20.000 Jahren. In der großen Halle erforscht ihr die Kultur der Pacific First Nations, vor der Kulisse des Ottawa Rivers und dem kanadischen Regierungssitz Parliament Hill. Schlendert durch Behausungen der Natives, werft einen Blick auf die Totempfähle und lernt mehr über das Leben der kanadischen Ureinwohner.

Petit Champlain - Credit: Asymetric/Finn O’Hara

 

Das Quartier du Petit Champlain

Sicher habt ihr schon gehört, dass viele Urlauber vom europäischen Charme Québec Citys schwärmen. Und nirgendwo fühlt ihr ihn mehr als im Petit Champlain Viertel (Quartier du Petit Champlain). Es ist einer der ältesten Stadtteile Nordamerikas. Kleine Straßen und enge Gässchen, Kopfsteinpflaster bergauf und bergab und viele kleine Lädchen für ein schönes Souvenir. Wer Hunger hat, folgt einfach seiner Nase bis in eines der vielen Restaurants oder Bistros, und für eine süße lokale Spezialität mit Ahornsirup solltet ihr unbedingt einkehren im La Petite Cabane à Sucre.

Mont-Tremblant

Mont-Tremblant in den malerischen Laurentinischen Bergen ist eins der Top-Skigebiete der Provinz. Mit viel natürlichem Schnee und einer hervorragenden Beschneiungsanlage haben Skifahrer und Snowboarder aller Levels hier garantierten Schneespaß und eine lange Saison. Wer zwar Schnee- aber weniger Skihase ist, kann im Winter Eislaufen, Schneeschuhwandern, Schneemobilfahren oder Hundeschlittentouren unternehmen. Und sobald T-Shirt-Wetter ist, geht es ab zum Hiken oder Biken in den Bergen zu einer Aussichtsfahrt mit der Gondel.

Die Notre-Dame Basilica of Montréal in Old Montréal. Foto: Alice Gao

Old Montréal

Old Montréal ist, seinem Namen entsprechend, der älteste Stadtteil. Hier wurde Montréal 1642 gegründet. Einheimische und Touristen lieben das Labyrinth aus Kopfsteinpflasterstraßen und erkunden das Viertel zu Fuß und mit dem Rad. Trotz des historischen Flairs ist Old Montréal jung und lebendig, die vielen modischen Boutiquen und Cafés sind voller Menschen. Tagsüber tummeln sich viele am Wasser im Old Port mit Fahrrädern, Skates oder dem Boot, abends strömen die Menschen in die Restaurants und Bars. Im Januar tanzen tausende in Schneeanzügen durch den Hafen beim Igloofest, ein Open-Air-Festival mit elektronischer Musik. Old Montréal ist die perfekte Mischung aus alt und neu.

​Das Eishotel

L’hôtel de Glace ist das einzige Eishotel in Nordamerika, eine funkelnde, frostige Märchenwelt nur ein paar Kilometer von Québec City entfernt. Jedes Jahr gibt es neue Themen und ja, alles ist aus Eis. Wände, Betten, Kronleuchter und sogar die Trinkbecher in der Eisbar. Unbedingt viele Schichten Kleidung anziehen. Zwischen Januar und März könnt ihr in diesem Kunstwerk übernachten, in der Eiskapelle heiraten oder – für ganz Fröstelige – schnell eine geführte Tour durch Kanadas Eishotel machen. 

Der Botanische Garten in Montréal. Foto: Asymetric/Finn O’Hara

Der Botanische Garten

Der Montréal Botanical Garden ist einer der schönsten der Welt und begeistert seine Besucher mit 22.000 Pflanzenarten sowie Zuchtpflanzen in Gewächshäusern und Themengärten. Nehmt ruhig eine Nase voll von allen Düften, saugt Farben und Gerüche auf. Ob ihr für Flieder schwärmt, Lotusblumen, Orchideen, fleischfressende Pflanzen oder einfach gerne in ein Blumenmeer guckt – hier findet ihr garantiert etwas zum Staunen. Der botanische Garten ist eine kleine grün-bunte Oase mitten in der Stadt, direkt neben Olympiastadion und Biodôme.

Im Mount Royal Park Montreal

Der Mount Royal

Mount Royal befindet sich im Herzen von Montréal und zum großen Teil im gleichnamigen Park. Dieser wurde Frederick Law Olmsted entworfen, der auch den New Yorker Central Park geplant hat. Beide sollen den gleichen Zweck erfüllen: den Städtern einen Platz im Grünen bieten, an dem sie Sport treiben, picknicken oder musizieren können. Vom Gipfel des Berges hab ihr einen schönen Blick auf Montréal, auf dem Weg könnt ihr noch beim über 30 Meter hohen Mount Royal-Kreuz vorbeischauen. Bei schönem Wetter ist sonntags Tam-Tam im Park: Trommler und Tänzer machen auf den Wiesen Musik, der Park ist gerappelt voll. Getränke, Decke und Picknick einpacken – das Tam-Tam im Mount Royal ist eine riesige Outdoorparty und ihr seid eingeladen.

Das historische Québec

Old Québec

Old Québec (Vieux-Québec sagen die Einheimischen) ist eine Sammlung von Sehenswürdigkeiten an einem historischen Ort. Das UNESCO Welterbe ist ein schöner Tagesausflug. In ein paar Stunden erlebt ihr Architektur vergangener Jahrhunderte, einschließlich der Festungen, die die größte ummauerte Stadt nördlich von Mexiko bilden. Viele alte Kirchen und Kapellen erzählen die religiöse Geschichte Québecs. Wer sich mehr für die Gegenwart interessiert, findet in Old Québec Kunst, Musik, Shopping und ausgezeichnete Restaurants. Ein Must-See in Québec!

Montmorency Falls Park

​Der Montmorency Falls Park

Nur ein paar Minuten von Québec City erwartet euch ein Wasserfall, der mit über 80 Metern eineinhalb Mal so hoch ist, wie die Niagara Fälle. Der Anblick ist wunderschön, sowohl von der Stadt aus als auch direkt im Montmorency Falls Park (Park de la Chute-Montmorency). Am Fuße des Wasserfalls fühlt ihr den feuchten Nebel im Gesicht, hört das Tosen des Wassers und fahrt mit einer Gondel zur spektakulären Aussicht über den Wasserfall und Québec. Wer es lieber aktiv und abenteuerlicher mag, kann sich auch per Zipline über die Bucht schwingen oder wandert einen der drei Klettersteige nach oben, mit vielen Fotostopps auf dem Weg. Oben angekommen, gibt es zur Feier des Ausblicks gutes Essen und Getränke im eleganten Manoir Montmorency.

Der Park Omega

Genau mittig zwischen Ottawa und Montréal wartet die kanadische Version einer Safari. Den  Park Omega könnt ihr im eigenen Auto durchqueren und dabei die Tiere beobachten. Schnappt euch eine Tüte Karotten (gibt es auch dort im Souvenirshop) und macht euch auf den Weg durch felsige Hügel, Weideland, Seen, Täler und Wälder. Steinböcke und Rehe fressen euch aus der Hand, wenn ihr das Fenster einen Spalt aufmacht und die Möhren raushaltet. Haltet Auto und Atem an, wenn direkt vor euch eine Bisonherde den Weg kreuzt. Oder Biber und Wildschweine durchs Dickicht spähen. Schaut unbedingt auch in den separaten Gehegen der Wölfe, Bären, Füchse und Kojoten vorbei. Der Omega Park ist kein Zoo, sondern ein Wildlife Naturerlebnis und ein kleiner Abenteuerurlaub.

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