Wohnmobilurlaub im 21. Jahrhundert ist hip und hat nichts mit spießigen Wohnwagen-Touren zu tun – vor allem nicht, wenn es um eine Tour durch die Northwest-Territories geht. Eine Reise durch diese abgelegene Region wird euer Leben verändern – und sie ist perfekt dafür geeignet, sie im Wohnmobil zu absolvieren.

 

In den Northwest Territories hat die Natur das Sagen. Kein Problem, wenn Wohnmobilurlauber einige Dinge beachten. Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um einen Wohnmobilurlaub in den Northwest-Territories.

 

Wo kann ich parken und wo finde ich Anschlüsse?

 

Über die Northwest-Territories verteilt gibt’s mehr als ein Dutzend Zeltplätze, die bestens für Wohnmobile geeignet sind und beispielsweise auch über Pull-Through-Stellplätze verfügen, in die ihr vorwärts hineinfahrt und auch vorwärts wieder hinaus. Ihr findet dort Stromanschlüsse, fließend Wasser, Duschen und Müllsammelplätze. Und natürlich auch wunderschöne Landschaften und interessante Wanderwege.

 

Wie ist die Straßenqualität?

Im südlichen Teil der Territorien, um den Großen Sklavensee herum, sind viele Straßen eben und mit Rollsplitt bedeckt. Seid ihr auf dem Liard Trail unterwegs oder auf dem Dempster Highway, fahrt ihr zumeist auf guten Kiesstraßen. Lasst euch Zeit, dann wird es ein sehr entspanntes Fahren.

 

Gibt es Straßen, die zu eng sind, zu steil oder zu weich?

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Überall in den Northwest-Territories findet ihr nur sanfte Steigungen und Gefälle und jede Menge Manövrierraum selbst für die breitesten Fahrzeuge. Nach Starkregen kann der Liard Trail matschig sein, also erkundigt euch am besten mit etwas Vorlauf nach den Straßenverhältnissen.

 

Wie schlimm ist der Verkehr?

Welcher Verkehr? Es gibt fast keinen! Ihr könnt euch also fast überall beliebig Zeit nehmen, ohne befürchten zu müssen, dass euch eine lange Schlange hupender Fahrzeuge am Auspuff hängt. Selbst Yellowknife lässt sich mit einem Wohnmobil ziemlich gut befahren.

 

Wird mir das Benzin ausgehen?

Nicht, wenn ihr mitdenkt. Im südlichen Teil der Territorien gibt es auf den 236 Kilometern zwischen Fort Simpson und Wrigley sowie auf den 213 Kilometern zwischen Fort Providence und Behchokǫ̀ keine Tankstellen, das gleiche gilt für den Dempster Highway auf den 363 Kilometern zwischen Klondike Corners und Eagle Plains. Also: Wann immer sich die Gelegenheit bietet, sollte der Tank gefüllt werden.

 

Was gilt es bei den Reifen zu bedenken?

Achtet darauf, dass sie in gutem Zustand sind. Vor allem auf dem Dempster Highway empfiehlt es sich, zwei Ersatzreifen mitzunehmen. Zuviel Gewicht belastet die Reifen unnötig, also solltet ihr so oft es geht das Abwasser entsorgen.

 

Und bei einer Panne?

Alle größeren Orte verfügen über Werkstätten und Geschäfte, die Reifen flicken. Manchmal kann es passieren, dass auf ein besonderes Ersatzteil einige Tage gewartet werden muss. Dann macht das Beste draus – schnappt euch ein paar Einheimische und geht mit ihnen fischen!

 

Auf der Karte sind Flüsse eingezeichnet, aber keine Brücken…

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Keine Bange. Den Liard, den Peel und den Mackenzie überquert ihr mit öffentlichen Fähren. Sie sind kostenlos und einfach zu nutzen: Einfach auf die Fähre fahren und am anderen Ufer wieder herunter, fertig! Allerdings solltet ihr nicht zu spät kommen, denn die Fähren schließen nachts. Dann müsstet ihr direkt am Fluss übernachten… was bei genauer Betrachtung aber auch nicht schlecht ist.

 

Wie sieht es mit Radioempfang aus?

CBC Radio könnt ihr im Umkreis der meisten Gemeinden entlang des Highways empfangen, aber außerhalb lässt der Empfang dann rasch wieder nach. Ihr solltet euch also eigene Musik einpacken.

 

Habe ich auf dem Highway Handy-Empfang?

 

Nur in der Nähe der größeren Gemeinschaften, aber nicht auf der Strecke dazwischen. In Hay RiverFort SmithFort SimpsonYellowknife und Inuvik gibt es Netz.

 

Muss ich mit Geröll und Staub rechnen?

Tatsächlich können auf Schotterpisten fliegende Steine zum Problem werden. Schutzvorrichtungen über ihren Scheinwerfern können Bruch verhindern. Vorsicht walten lassen solltet ihr auch, wenn ihr auf staubigen Passagen überholt (werdet). Die Staubfahnen können die Sichtweite drastisch reduzieren.

 

Auf welche Gefahren muss ich noch achten?

Vor allem auf Tiere auf der Straße – Bären, Elche, Luchse und vor allem Bisons. Bei der Fahrt durch das Mackenzie Bison Sanctuary oder den Wood Buffalo National Park ist die Wahrscheinlichkeit hoch, diese eine Tonne schweren Brocken auf der Straße oder dicht neben ihr anzutreffen. Haltet an, macht ein paar Fotos und gebt ihnen dann Gelegenheit, in ihrem eigenen Tempo die Straße zu räumen.

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