Surfing Tofino

Brooke Arnold
Brooke Arnold

Beim Wort “Surfen” denkt jeder sofort an Kalifornien. Was viele nicht wissen: In Kanadas Westen befindet sich eines der größten Surfzentren der Westküste. Tofino in British Columbia ist ein Synonym für Westcoast-Charme und große Wellen. 

 

Es bedurfte einiger Überzeugungskraft, uns mitten im kanadischen Winter ins Wasser zu bekommen (in Tofino die beste Zeit zum Surfen, so die Einheimischen!). Doch wir überstanden die Kälte des Pazifiks dank Neoprenanzügen, Whirlpool und heißer Quelle. Aber fangen wir von vorne an!

Surfer in Tofino teilen sich den Pazifik mit den sanften Riesen. Foto: Remote Passages Marine Excursions

Tofino, wir kommen!

 

Eine Tasse Kaffee frühmorgens in Horseshoe Bay, die geheimnisvoll aus dem Morgennebel auftauchende Fähre und Wale unterwegs nach Vancouver Island: Die Reise nach Tofino fing gut an! Auf dem Weg durch die Insel folgten wir dem Rat eines Insulaners. „Schaut Euch Cathedral Grove an!“ Gesagt, getan, auf gewundenen Plankenwegen sogen wir die mysteriöse Atmosphäre in diesem Märchenwald aus 800 Jahre alten Douglasien ein, die höher waren als Wolkenkratzer. Am Ende der Straße dann das idyllische Tofino. Wir krochen in die Federn und träumten von der perfekten Welle.

Tofinos Strände eignen sich natürlich auch für erholsame Spaziergänge. Foto: Adrian Dorst

Mega Fun auf coolen Boards

 

Der nächste Tag begann mit dem Besuch von Tofinos legendärer Surfschule Surf Sister, wo wir unsere Surflehrerin Lisa kennenlernten. Wir zogen unsere Neoprenanzüge an und wurden von ihr in die Bewegungsabläufe beim Surfen eingeweiht. Dann machten wir uns auf zum Long Beach. Kris hatte schon mal gesurft, deswegen fand er schneller auf sein Board. Bei uns anderen dauerte es etwas länger, doch nach ein paar Stürzen in der Brandung durchschauten wir das Prinzip. Schon bald warfen wir uns wie Profis in die Wellen – na ja: wenn Profis auf Miniwellen surfen. Ein tolles Gefühl aber, von einer Welle getragen zu werden! Danach wärmten wir uns im Whirlpool auf und spazierten später auf dem Wickaninnish Beach in einen fantastischen Sonnenuntergang.

Trockenübung: Wellenreiten will gelernt sein, ein Crashkurs auf dem Trockenen ist deshalb unerlässlich. Foto: Brooke Arnold
Heimweg: Mit dem Board unter´m Arm in den Sattel und los. Tofinos betonharter Strand lässt das zu! Foto: Brooke Arnold

Heiße Quellen gegen Muskelkater

 

Am Tag darauf war Entspannung angesagt. Tofino´s Wassertaxi brachte uns zur Hot Springs Cove. Nach einem Spaziergang durch unberührten Regenwald erreichten wir die direkt am Meer liegenden heißen Quellen. Jeglicher Muskelkater schmolz beim Bad im heißen, mineralienhaltigen Wasser dahin. Andrea verglich das Ganze mit einem Outdoorwhirlpool, aber wir waren uns alle darin einig, dass das Wasser hier viel, viel sauberer war. Wir schipperten nach Tofino zurück, kehrten zum Dinner im Sobo ein und beendeten den Tag relaxt wie lange nicht mehr.

Hot Springs Cove: Nach der Ankunft mit dem Wassertaxi geht es auf einem Plankenweg durch den Regenwald dorthin. Foto: Brooke Arnold
Hot Springs Cove: Nach der Ankunft mit dem Wassertaxi geht es auf einem Plankenweg durch den Regenwald dorthin. Foto: Brooke Arnold

Bis nächstes Jahr, Tofino!

 

Am letzten Tag suchten wir nach Souvenirs. Jill entdeckte ein Glasbläserstudio namens Spirit of the Fire. Sol, der Besitzer, arbeitete gerade an einem Stück aus geschmolzenem Glas, das langsam die Form eines Seesterns annahm. Andrea suchte sich dort eine bunte Glasvase aus, und Jill kaufte einen Seestern aus Sol´s Produktion. Nach ein paar letzten Fotos am Strand kehrten wir mit der Fähre zum Festland zurück. Wir schlossen Wetten darauf ab, wer zuerst einen Adler, einen Wal oder eine andere unvergessliche Erscheinung sehen würde.

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