Die sechs trendigsten Viertel Vancouvers

Vancouver at night
Tim McGurr
Tim McGurr

Mission District, Williamsburg, SoHo – manchmal erlangen Teile einer Stadt ihre ganz eigene Berühmtheit. Dies gilt auch für Vancouver. Einige Viertel haben dort einen besonderen Ruf: Weil sie besonders trendy sind, die besten Bars haben, gutes Essen bieten oder einfach nur, weil dort eine bunte Mischung skurriler Menschen lebt.

Wenn ihr ein Gefühl dafür bekommen wollt, wie die Locals leben, solltet ihr diese sechs trendigen Viertel Vancouvers besuchen.

In der Davie Street. Foto: Tourism Vancouver/Michael Song

Davie Village / West End

Vancouvers LGBT-Gemeinschaft hat ein gemütliches Zuhause in Davie Village gefunden, das zum dichten West End Viertel in der Innenstadt Vancouvers gehört. Wenn ihr durch die Straßen der Gegend spaziert, werdet ihr überall Regenbogenfahnen entdecken. Das Symbol für Toleranz weht auf Laternenmasten, in Bars und Restaurants, sowie den Fenstern der Bewohner.

Das Davie Village ist ein Teil der Stadt, der am besten zu Fuß erkundet wird. Geht vormittags zuerst zum Brunch in eines der vielen Restaurants oder Cafés und bummelt anschließend durch die Buchhandlungen und Läden. Am Abend könnt ihr hinunter zum English Bay Beach spazieren und dort den Sonnenuntergang beobachten. Wer noch Energie übrig hat, geht in einen der nahegelegenen Clubs und verbringt den Rest der Nacht auf der Tanzfläche.

Erkundet auf jeden Fall auch den Rest des West Ends: Historische Gebäude, Parks, Bars und Restaurants warten auf euch und wenn ihr Ramen und koreanisches Essen liebt seid ihr in der richtigen Gegend. Einen Abstecher wert ist auf jeden Fall die Robson Street – mit den besten Shopping-Möglichkeiten der Stadt. Das West End liegt auch nicht weit vom Stanley Park entfernt. Die berühmte Uferpromenade mit ihren spektakulären Aussichten lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden.

Jericho Beach in Kitsilano

Kitsilano

Yoga. Strände. Innenhöfe. Zählen zu euren Leidenschaften? Dann werdet ihr euch in Kitsilano direkt wohl fühlen. Einst Zentrum für Hippies ist Kitsilano heute das Zuhause einer bunten Mischung aus berufstätigen Singles und Familien, die einen aktiven Lebensstil genießen.Im Herzen von

Kitsilano liegt die West 4th Avenue. Die Hauptstraße – übersät mit Geschäften, Restaurants und Bars – füllt sich am Wochenende schnell. Das Viertel ist auch bekannt für einige der besten neuen Restaurants in Kanada, darunter das AnnaLena und das Mission.

Wer die 4th Avenue mag, sollte ein paar Blocks weiter zum Strand gehen, der mit sandigen Ufern, grünen Flächen, Volleyballplätzen und einem riesigen Salzwasser-Pool aufwartet. Nicht weit entfernt liegt der Vanier Park mit vielen kulturellen Attraktionen. Verbringt einen Tag im H.R. MacMillan Space Centre, im Museum of Vancouver oder im Vancouver Maritime Museum. Und lasst den Abend mit einer Show am Bard on the Beach Shakespeare Festival ausklingen.

Meat and Bread Restaurant in Gastown

Gastown

Das älteste Viertel in Vancouver ist immer noch voller Leben. Es war eine Gastown Taverne, die, im Jahre 1867 gegründet, Vancouver zu einer wachsenden Stadt machte. Während die kopfsteingepflasterten Straßen und der Vintage Style noch immer zu sehen sind, hat sich Gastown selbst mittlerweile zu einer Topadresse in Sachen Essen, Mode und Entertainment entwickelt.

Die Geschichte und besondere Architektur dieses Viertels erlebt ihr am besten bei einem Spaziergang. Unterwegs könnt ihr euch in einer der zahlreichen Boutiquen bequem ein trendiges Outfit zulegen.

In der Nacht erwachen die Straßen Gastowns erneut zum Leben. Egal, ob ihr zu eurem Lieblings-DJ tanzen oder einen fachmännisch geschüttelten Cocktail trinken wollt, in Gastown findet ihr die richtige Location.

Das Reef Restaurant in Commercial Drive. Foto: Tourism Vancouver/The Reef Restaurant

Commercial Drive

Commercial Drive ist ein wachsendes Viertel mit einzigartigem Charakter – entstanden durch die Mischung aus Kulturen und Stilen seiner Bewohner.

Früher wurde es Little Italy genannt, heute teilen sich die italienischen Restaurants die Straße mit mexikanischen, karibischen, belgischen, tunesischen und äthiopischem Nachbarn. Mit anderen Worten: Die Möglichkeiten, gut zu essen, sind hier reichlich vorhanden! Die große Vielfalt an kulturellen Einflüssen spiegelt sich auch in der unmittelbaren Nachbarschaft der Geschäfte wider. Ihr könnt an jeder Ecke traditionelle Kunst, Holzschnitzereien und Bongo-Trommeln kaufen, aber auch Kleidung und Schuhe.

An den meisten Wochenenden findet am John Hendry Park ein großer Markt statt. Dort gibt’s regionale Produkte und Backwaren. Der Platz ist auch ein guter Ort für Begegnungen: Hier wird gepicknickt, Softball gespielt und in den Jazz-Bars und Pubs gefeiert. Unzählige Events wie der Italian Day oder Eastside Culture Crawl machen Commercial Drive zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Yaletown. Foto: Destination BC/Albert Normandin

Yaletown

Yaletown ist gezeichnet von etlichen großen Glastürmen, die die Skyline von Vancouver prägen. Neben modernsten Apartments bietet der angesagte Stadtteil auch Parks, Designerläden, High-End-Restaurants und Bars.

Yaletown war nicht immer ein Treffpunkt für Trendsetter. In der Speicherstadt lag die westliche Endstation der Canadian Pacific Railway. Dann aber wurden viele der roten Backsteinbauten in besondere Räume, Häuser, Restaurants und Geschäfte umgewandelt. Die Luxus-Lounge, in der heute Cocktails geschlürft werden, kann also durchaus einmal eine Textilfabrik gewesen sein.

Wie viele andere der Innenstadt-Viertel Vancouvers befindet sich auch Yaletown an der berühmten Uferpromenade. Dort könnt ihr joggen, Fahrrad fahren oder spazieren gehen und habt dabei eine herrliche Aussicht auf die Skyline der Stadt und den False Creek.

Science World. Foto: Tourism Vancouver/Science World British Columbia

Mount Pleasant/ South Main

Ähnlich wie der Stadtteil Commercial Drive hat South Main in den letzten Jahren eine Art Wiederbelebung erfahren und sich dadurch stark verändert. Dieses Viertel, das tatsächlich ein Teil des Mount Pleasant ist, ist heute eine Oase für Hipster.

South Main beherbergt Boutiquen, Friseurläden, Brunch-Spots, Plattenläden und Restaurants aus den verschiedensten Kulturen. Hier gibt es auch Outdoor-Yoga-Kurse, Bier-Picknicks, Boccia im Park und eine ganze Reihe von Straßenfesten. Mit anderen Worten: Ein Paradies für junge Menschen.

Wer am nördlichen Ende der Hauptstraße in Richtung Süden startet, trifft auf die Science World, ein Museum, das besonders bei Fotografen sehr beliebt ist. Dort befindet sich auch die Eisdiele Earnest Ice Cream, deren Eis euch das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, sowie eine kleine Gemeinde mit dem Namen Dude Chilling Park und das aus den 1950er Jahren stammende Nat Bailey Stadium – Heimat des Baseball-Teams der Stadt. Der Spaziergang endet am Queen Elizabeth Park, dem höchsten Punkt der Stadt Vancouver. Genießt die geniale Aussicht!

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