Nicht ohne Grund wird Québec auch “la belle province”, die schöne Provinz, genannt. Die Landschaften in dieser Region Kanadas sind atemberaubend, die Menschen freundlich und aufgeschlossen.

 

Bereit für einen Road Trip durch Québec? Dann ist die folgende Vier-Tage-Tour durch die charmantesten und malerischsten Regionen der Provinz genau das Richtige.

 

Tag 1: Von Québec City bis Baie Saint-Paul

Los geht es in Québec City, die Fahrt führt entlang des Sankt-Lorenz-Stromes. Nach 15 Minuten heißt der erste Halt Montmorency Falls. Dieser 83 Meter hohe Wasserfall ist gut vom Highway aus zu sehen, für die grandiosere Aussicht empfiehlt sich allerdings die Fahrt bis zur Avenue Royale. Von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Ziel, der Weg führt auch über eine über das tosende Wasser gespannte Brücke. Wer Adrenalinschübe mag, der wagt Ziplining über die Fälle.

 

Bevor es zurück auf den Highway geht, führt die historische Route de la Nouvelle-France Richtung Osten. Etwa zur Ferme Le Comte de Roussy in L’Ange-Gardien, wo lokale Spezialitäten auf den Tisch kommen (die atemberaubende Aussicht gibt’s inklusive), oder zu Praline & Chocolat in Château-Richer, das köstliches Gebäck und Schokolade anbietet.

Wieder auf der Road 138 entlang des Sankt-Lorenz-Stromes dauert die Fahrt zum idyllischen Küstenstädtchen Baie Saint-Paul rund 90 Minuten. Unterwegs lohnt der Halt am Sainte-Anne-de-Beaupré Shrine.

In Baie Saint-Paul kann für eine Stärkung das French Bistro Le Mouton Noir angesteuert werden. Einen schönen Spaziergang entlang des Flussufers durch die Natur bietet Boisé du Quai (wird über die Sainte-Anne Street erreicht). Am westlichen Ende findet sich ein Aussichtsturm – der perfekte Platz, um den Sonnenuntergang über dem Marschland zu beobachten.

 

Wer übernachten möchte, liegt mit der Wahl des charmanten Boutique-Hotels Le Germain Hotel & Spa garantiert richtig.

 

Tag 2: Von Baie Saint-Paul bis La Malbaie

Mit leckerem Proviant reist es sich bekanntlich entspannter. Für Sandwiches, Gebäck und Kaffee ist die Bäckerei À chacun son pain bekannt. Bei der Wahl eines Baguettes sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es mit einem Käse der heimischen Käserei Laiterie Charlevoix belegt ist.

 

Nach La Malbaie geht es über die Route du Fleuve (Road 362). Die Straße führt durch die Laurentinischen Berge entlang des Sankt-Lorenz-Stromes und bietet großartige Fotomotive an jeder Ecke.

In Les Éboulements sollten Reisende in der Auberge de nos Aïeux einkehren. Von Mai bis Oktober werden in dem kleinen Gasthof lokale Produkte auf den Tisch gebracht. Das absolute Highlight ist die Aussicht aus dem Speisesaal über den Sankt-Lorenz-Strom und auf die Insel Isle-aux-Coudres. Im Winter bietet Chenil du Sportif Hundeschlitten-Touren durch die Region – dafür sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.

 

Nächster Halt: Saint-Irénée. Domaine Forget widmet sich ganz der Kunst und beherbergt einen fantastischen Konzertsaal sowie einen Skulpturengarten. Vor allem im Sommer während des internationalen Musikfestivals ist der Ort beliebt. Wer gern in der Sonne entspannt, fährt zum Strand von Saint-Irénée, einem der besten Orte der Region, um im Sand zu liegen und im Sankt-Lorenz-Strom zu schwimmen.

Ziel für den Tag ist La Malbaie, übernachtet wird etwa im Fairmont Le Manoir Richelieu. Allein die Lage des Hotels ist jeden Umweg wert. Es bietet zahlreiche Restaurants, Aktivitäten und luxuriöse Zimmer. Etwas beschaulicher geht es in den vielen Gasthöfen und Bed & Breakfasts der Region zu. Eines der besten Smoked Meat Sandwiches außerhalb Montréals gibt es im Joe Smoked Meat auf der Sainte-Étienne Street.

 

Tag 3: Von La Malbaie nach Tadoussac

Diesen Teil Québecs zu besuchen, ohne Wale zu sehen, ist undenkbar. An Tag drei könnte also eine Whale-Watching Tour (von Ende April bis November) im Saguenay St. Lawrence Marine Park auf dem Programm stehen. Wer lieber selbst aktiv ist, statt nur im Boot mitzufahren, steigt bei einer geführten Tour ins Kanu und kommt mit etwas Glück auf diese Art den Meeressäugern ganz nah. Im Winter wird die Umgebung mit dem Schneemobil oder auf Ski erkundet.

 

Auf dem Weg nach Tadoussac kommen Käseliebhaber auf ihre Kosten: In der Fromagerie Saint-Fidèle können die großartigen lokalen Käsesorten wie etwa La Belle Brune, einem Käse hergestellt mit Bier aus der Region, probiert werden. Die bekannte und beliebte Käserei gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren.

 

Nach Tadoussac geht es mit der kostenlosen Fähre, die von Baie Sainte-Catherine ablegt. Die Überfahrt dauert nur zehn Minuten und die Fähre fährt Tag und Nacht, das ganze Jahr über. Vom Schiff aus gibt’s unglaubliche Ausblicke auf den Saguenay Fjord.

Tadoussac bietet einige einzigartige Übernachtungsmöglichkeiten wie Canopée-Lit’s Cabins and Bubble-like Shelters mitten im Wald, das moderne Pavilion Studio der Auberge & Restaurant La Galoïne, oder Glamping mit Mer et Monde Écotours.

 

Tag 4: Tadoussac

Tadoussac wurde im Jahr 1600 gegründet und die Bucht zählt zu den charmantesten des Landes. Tadoussac ist bekannt für Whale-Watching. An Land lohnt ein Besuch des Marine Mammal Interpretation Centers.

 

In Tadoussac können Besucher auch tief in die Geschichte der Provinz eintauchen. Der Hafen der Stadt war im 18. Jahrhundert einer der wichtigsten im damaligen Neufrankreich. In der Region trafen die Europäischen Entdecker und Siedler auf die dort beheimatete Innus Essipit First Nation. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten zählen die Petite Chapelle de Tadoussac, die älteste Holzkapelle Nordamerikas, und eine Nationale Historische Stätte in Kanada. Auch der Chauvin Trading Post, Kanadas erster Pelzhandelsposten, ist einen Besuch wert.

 

Zurück in Québec City

Von Tadoussac geht es durch die Region Saguenay Lac Saint-Jean zurück nach Québec. Die Region ist bekannt für freundliche Locals, Wildlife, atemberaubende Fjorde und den einem Meer gleichenden See Lac Saint Jean.

Wer die Fähre zurück nach Baie Sainte-Catherine nimmt, sollte den großartigen Hautes-Gorges-de-la-Rivière-Malbaie Nationalpark besuchen, der etwa 40 Minuten nördlich von La Malbaie liegt.

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