Wild, atemberaubend und grenzenlos erstreckt sich Manitoba über beinahe endlose Weiten.

In Manitoba gibt es 90 Provinzparks, jeder mit seinen eigenen Besonderheiten und Highlights. Eine Menge Natur, die es zu entdecken gilt! Um die Auswahl zu erleichtern, finden sich hier die besten Insidertipps: 

 

Wanderwege und ein Leuchtturm

Hecla/Grindstone Provincial Park

Friedlich und malerisch, so lässt sich dieses Inselrefugium am besten beschreiben. Die Region wurde nach Islands Mount Hecla benannt und bietet eine reiche Geschichte, die auf die isländische Besiedlung während des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Auf einem Erlebnispfad geht es entlang restaurierter Gebäude wie Schule, Kirche, Gemeindehalle und Fischstation tief in die Vergangenheit Heclas. Eine Wanderung über den Wildlife Viewing Tower Trail führt zu einem Top-Spot zur Beobachtung von Elchen in ihrem natürlichen Lebensraum. Überwältigende Natur bieten die Grassy Narrows Marsh Trails: von den hölzernen Stegen des Weges aus schweift der Blick über Sumpflandschaften soweit das Auge reicht. Der West Quarry Trail wartet mit einem alten Kalksteinbruch auf, der von hohen Espen und Weiß-Fichten bewachsen ist. Einen atemberaubenden Blick auf die Küste, mit dem Lake Winnipeg auf der einen und Gull Harbour auf der anderen Seite, bietet der Lighthouse Trail, an dessen Ende der Leuchtturm ein tolles Fotomotiv liefert. 

 

Schamanische Orte und heilige Stätten

Whiteshell Provincial Park

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Whiteshell ist einer der meistbesuchten Provinzparks Manitobas. Vor etwa 2.000 Jahren war der Ort eine Versammlungsstätte der First Nations, die der Umgebung ihr Gesicht gaben indem sie aus Gesteinsbrocken Bilder und Mosaike wie Tier- und Menschengestalten legten. Diese sind heute als die Petroformen von Whiteshell bekannt. Die Steine sind keine Kunst, sondern wurden im Rahmen von Zeremonien gelegt. Und noch heute spüren Besucher, dass etwas Spirituelles und Übernatürliches den Whiteshell Park umgibt. Indigene Legenden sprechen von dem "Ort, an dem Gott sitzt". Er gilt als eine Stätte des Lehrens und Heilens, als Tür zu anderen Welten. Während einige der ursprünglichen Petroformen rund um Bannock Point in der Nähe von Nutimik Lake nicht mehr existieren, wurden andere neu erschaffen: Von indigenen Nachkommen, die in die Fußstapfen ihrer Vorfahren getreten sind.

 

Klares Wasser und Höhlen zum Selbstentdecken

Clearwater Lake Provincial Park

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Auch wenn die Wörter nass, dunkel und moosig nicht unbedingt Lust auf Erkundungen machen – der Besuch des Clearwater Lake Provincial Park lohnt in jedem Fall! Der Name Clearwater Lake kommt nicht von ungefähr: Das Wasser ist so sauber und so klar, dass man etwa zehn Meter tief bis auf den Grund des Sees sehen kann. Er wird von einer Quelle gespeist und sein kühles, ruhiges Wasser wirkt beruhigend auf Körper und Geist. Am See beginnt auch das dunkle und klamme Abenteuer. Über gut beschilderte Wanderwege geht es zu faszinierenden Höhlenformationen und Dolomitenklippen. Die Landschaft des Clearwater Lake vereint das üppige Grün moosbewachsener Felsen mit Farnen, Sträuchern und Bäumen, schattigen Spalten von Höhlenöffnungen und hellen Gesteinsschichten aus Dolomit.

 

Strand und Promenade

Grand Beach Provincial Park

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Grand Beach ist eines der Top-Reiseziele im Sommer. Der familienfreundliche Ort erstreckt sich über endlose Meilen bis Lester Beach und Stammgäste zieht es vor allem wegen des schönen weißen Sands immer wieder dorthin. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die Promenade. Ursprünglich in den 1930er Jahren erbaut, erhielt sie kürzlich ein neues Gesicht und ist heute der perfekte Ort für einen Abendspaziergang. Wer es einsamer liebt, der steuert die großen Dünen am Rande des Ortes an.

 

Kahl und atemberaubend

Duck Mountain Provincial Park

Mit 830 Meter über dem Meeresspiegel ist Baldy Mountain Manitobas höchster Gipfel. Er liegt versteckt in der südwestlichen Ecke des Duck Mountain Provincial Park, 275 Meilen nordwestlich von Winnipeg, und ist Teil des Manitoba Escarpment. Die Region ist atemberaubend, mit grünen Hügeln, dichten Wäldern und tiefblauen Seen. Der Schieferkern des Gebietes ist von Hochland und Tälern bedeckt und beherbergt Elche, Rothirsche, Weißwedelhirsche, Kojoten, Luchse, Timberwölfe, Schwarzbären, Füchse und verschiedene Vogelarten. An einem klaren Tag offenbart sich vom Aussichtsturm dieses Gipfels eine spektakuläre Aussicht auf Espen- und Fichtenwälder, die sich bis zum Riding Mountain National Park erstrecken.

 

Klippen, Wasserfälle und Wildnis

Nopiming Provincial Park

Der Name, der in Anishinabe "Eingang in die Wildnis" bedeutet, sagt alles, was Besucher über den Nopiming Provincial Park wissen müssen. Während dieser Park bis vor kurzem nur über Wasserwege und Winterstraßen oder per Busch-Flugzeug erreichbar war, führt jetzt die Provincial Road 314 in diese abgelegene Gegend voller Hügel und Grate, alter Felsvorsprünge, Seen und Flüsse. Die Wanderung zu den Tulabi Falls ist ruhig und malerisch. Die Stille wird einzig durch die Freudenschreie der Klippenspringer durchbrochen, die sich von den bis zu sechs Meter hohen Felsen stürzen. Auch Begegnungen mit Wildtieren sind auf diesem Weg keine Seltenheit, denn im Park leben Karibus, Elche, Schwarzbären, Timberwölfe und Pumas.

 

Oase inmitten der Wüste

Spruce Woods Provincial Park

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Nur zwei Stunden westlich von Winnipeg und weniger als eine Stunde von Brandon entfernt, bietet die vielfältige Landschaft des Spruce Woods Provincial Park eine einzigartige Mischung aus Grasland, bewaldeten Gebieten und Parklandschaften. Zu den Must-Sees des Parks gehören die wüstenähnlichen Sanddünen, die Spirit Sands, sowie die gespenstische Oase Devil's Punch Bowl. Die Sands, Überreste des Assiniboine River, beheimaten Manitobas einzige Echse, den nördlichen Prärie-Skink. Eine Wanderung durch den Sand und über steile Holzstufen ist eine körperliche Herausforderung aber jeden Schritt wert und bietet spektakuläre Aussichten auf die Landschaft und das blaugrüne Wasser des Devil's Punch Bowl, das in starkem Kontrast zu den erdfarbenen Spirit Sands steht. Der kleine See wird von einer Grundwasserquelle gespeist. 

 

Kleine Inseln und tosende Wasserfälle

Paint Lake and Pisew Falls Provincial Park

Paint Lake liegt etwas über 18 Meilen südlich von Thompson im nördlichen Teil der Provinz und ist das Herzstück des Paint Lake Provinzparks. Mit seinen versteckten Badebuchten, zahlreichen Inseln, friedlichen Stränden und präkambrischen Wäldern ist Paint Lake das perfekte Ziel für eine Auszeit. Das malerische Reiseziel hat aber noch mehr zu bieten als Natur. Besucher können tief in die Geschichte des Ortes eintauchen, der einst als Handelsposten diente und eine historische Festung beheimatet. Außerdem lohnt sich ein Halt im Pisew Falls Provincial Park, der mit majestätischen Wasserfällen inmitten der Prärielandschaft überrascht.

 

Historische Gebäude und viel Strand

Camp Morton Provincial Park

Camp Mortons historische Gebäude, Sandstrände und boreale Wälder sind pittoresk. Die Region mit ihrer unberührten Natur ist ideal für Familienurlaube. Spannend sind die historischen Sehenswürdigkeiten des Parks wie die Camp Morton Kapelle oder der Wasserturm. Wer Ruhe sucht, verbringt einen entspannten Tag am Strand.

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