Manitobas beste Spots für Kunst und Kultur

Winnipeg Folk Festival
Brian Goldschmeid
Brian Goldschmeid

Manitoba besitzt nicht nur atemberaubende Landschaften und Eisbären. Die Provinz sprüht vor Lebensfreude, die sich in bunten Festivals, Kunstgalerien und historischen Sehenswürdigkeiten widerspiegelt. Das kulturelle Angebot ist so einzigartig wie die Provinz vielfältig ist. Hier findet ihr Treffpunkte und Sehenswürdigkeiten, die ihr unbedingt besuchen müsst.

Im Winnipeg Exchance District

Winnipegs Kulturszene

Mit dem ruppigen Charme eines längst vergangenen Industriezeitalters zieht der Winnipeg Exchange District jeden Besucher in seinen Bann. Backsteinfassaden, Terrakotta-Mauerwerke und schmale Pflastersteingassen erinnern unweigerlich an die Architektur Chicagos aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Winnipeg Exchange District zählt zu den größten Bezirken mit historischen Fabrikgebäuden in Nordamerika.

Herzstück des Exchange Distriktes ist der Cube, dessen ultramoderne Bühne von einem interaktiven Metallnetz, bestehend aus tausenden LEDs ummantelt ist. Auf dem Old Market Square verschmelzen eindrucksvoll alte Architektur und modernes Design miteinander. Alle großen Festivals – vom Winnipeg Folk Festival bis zu Aufführungen des Winnipeg Symphony Orchestra finden auf diesem historischen Platz statt.

Zu einem Besuch in Winnipeg gehört ein Abstecher zu The Forks unbedingt dazu. Am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine befindet sich der wichtigste historische Punkt der Stadt. Diese Gegend markiert einen über 6.000 Jahre alten Versammlungsort der frühen Ureinwohner. Heute laden an derselben Stelle Märkte und Museen zum Verweilen ein. Der alte Forks Market, in dem früher die Eisenbahnfirmen ihre Pferde unterstellten, vereint unter einem Dach kleine Boutiquen, Restaurants, Galerien von Kunsthandwerkern und Lokalerzeuger, die hier ihre frischen Waren verkaufen. Im Winter ist The Forks ein beliebter Treffpunkt um sich zum Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Red River oder Assiniboine River zu verabreden.

Das Kanadische Museum für Menschenrechte Foto: Mike Sudoma

Museen

Das markanteste Gebäude der Provinz Manitoba ist gleichzeitig die architektonische Ikone der Stadt Winnipeg: Das Canadian Museum for Human Rights. Das Museum für Menschenrechte beeindruckt mit seinem futuristischen Design und der glänzenden Stahlbeton-Konstruktion und die Architektur symbolisiert die Reise der Menschheit vom Dunkel ins Licht. Insgesamt zehn Galerien, auf unterschiedlichen Ebenen, thematisieren anhand interaktiver Ausstellungen die Geschichte der Menschenrechte. Weltweit ist es das einzige Museum seiner Art, das sich den Menschenrechten widmet. Anhand vieler Bilder und Exponate werden Verbrechen an Ureinwohnern sowie Holocaust und Genozid gezeigt und die Besucher ermutigt, sich für Menschenrechte stark zu machen.

Wer sich für Kunst interessiert, sollte sich einen Tag Zeit nehmen, um die Winnipeg Art Gallery (WAG) zu besuchen. Die Kunstausstellung zeigt Werke der bekanntesten kanadischen Künstler. Darunter befindet sich die weltweit größte Sammlung mit besonders wertvollen und seltenen Inuit Kunstwerken. Die Galerie zeigt außerdem Objekte und Werke aus allen Epochen: Von griechischen Statuen zu den Malern der Renaissance bis hin zu moderner Pop Art und Fotografie. 

Das Manitoba Museum

Weiter geht’s zum Manitoba Museum, Winnipegs größtem Museum. In den insgesamt neun Dauerausstellungen gibt es so vieles zu sehen, dass ihr mindestens einen ganzen Tag einplanen solltet. Hier findet ihr einen Überblick über die Geschichte der Provinz in zahlreichen Ausstellungstücken rund um die Historie, Kultur, Natur, die First Nations Stämme oder Dinosaurier. Ein Besuch im Manitoba Museum ist immer ein Erlebnis.

In Brandon befindet sich die Art Gallery of Southwestern Manitoba, dessen Wurzeln tief in der Gemeinde verankert sind und deren Anfänge bis in das Jahr 1907 zurückreichen. Wie der Name bereits besagt, liegt der Fokus auf Kunstwerken, die von Künstlern aus Manitoba erschaffen wurden.

Das Festival du Voyageur

Manitobas Kultur- und Musikfestivals

Ob Festival du Voyageur oder Winnipeg Folk Festival – in Manitoba gibt’s immer einen guten Grund zum Feiern.

Das Winnipeg Folk Festival  lockt über vier Tage hinweg zahlreiche Besucher in den Manitoba Birds Hill Provincial Park. Liebhaber von Folk, Blues, Bluegrass, Country, Gospelmusik, keltischen Klängen und franko-kanadischer Musik kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Festival findet in einer relaxten Atmosphäre statt und nicht selten trifft man hier seine Lieblingsmusiker abends persönlich am Lagerfeuer an. Auf dem Festivalgelände arbeiten Kunsthandwerker, Künstler und Schmuckdesigner, bei denen ihr echte Unikate erwerben könnt. In Gourmetzelten werden leckere landestypische Gerichte frisch zubereitet. Und wer im Park zeltet, ist nur einen Steinwurf vom Geschehen auf der Bühne entfernt.

Stillsitzen ist beim Winnipeg Manito Ahbee Festival ein Ding der Unmöglichkeit. Mit dem ersten Trommelschlag wird euch bewusst, welches Privileg es ist, an diesem Festival teilzunehmen. Manito Ahbee ist ein Wort der Ojibway, das einen geheimen Kraftort beschreibt, der sich in Manitobas Whiteshell Provincial Park befindet. Das Festival entstand auf dem alten Versammlungsplatz und heute treten dort traditionelle Pow Wow Tänzer in ihren mit Federn geschmückten Stammeskleidern wie auch moderne Hip Hop Bands mit indianischen Wurzeln auf. Wenn die Stämme der Cree, Ojibway, Dakota Sioux zum Intertribal Dance aufrufen, werdet ihr euch inmitten der Tanzenden wiederfinden.

Eine Reise nach Winnipeg wäre nicht komplett ohne einen Besuch beim Festival du Voyageur. Auch bekannt als die weltweit größte Küchenparty, dreht sich beim Festival du Voyageur im Februar zehn Tage lang alles um gutes Essen und Trinken. Und all das mitten im Winter, auf Winnipegs verschneiten Straßen und zugefrorenen Flüssen, wo zahlreiche Gastronomen ihre Menüs in beheizten Zelten oder Food-Trucks offerieren. Das Festival ist eine Hommage an die französischen Wurzeln der Einwohner der Provinz und die abenteuerliche Geschichte des Pelzhandels zwischen den europäischen Voyageuren, Métis und First Nations, die bei diesem Festival auflebt.

Auf den Pfaden der Voyageure

Auf den Pfaden der Voyageure

Wer die Geschichte der frühen Entdecker aus erster Hand erleben möchte, findet in der Aikens Lake Wilderness Lodge den perfekten Platz. Die Lodge befindet sich im Süden des Atikaki Provinzparks. Zur Lodge gelangt ihr mit dem Wasserflugzeug. Beim Fischen zeigen euch die Guides wie ihr ein traditionelles Shore-Lunch zubereitet. Ihr wandert auf den Pfaden der Voyageure, die hier Pelzhandel betrieben. Davon zeugen noch heute viele alte Piktogramme, die am Aikens Lake, Gammon River und am Bloodvein River zu finden sind.

Related Posts