In der Provinz Québec  können Besucher tief in die Kultur und bewegende Geschichte der First Nations eintauchen. Doch wo soll die Reise starten? Elf Stämme mit 55 Communities bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Wurzeln sowie die Bräuche der indigenen Kultur zu entdecken.

 

Hier kommt eine kleine Auswahl an Erlebnissen, Events und Attraktionen:

 

Montreal First People Festival

Jedes Jahr im August findet in der Innenstadt von Québecs größter Stadt das neuntägige Montreal First People Festival statt. Eine Reihe an Filmen, Konzerten, Kunstshows, Streetfood-Events und Seminaren feiert die indigenen Völker der ganzen Welt.

 

Huron Traditional Site

Nur eine viertelstündige Autofahrt von Québec City entfernt liegt im Huron-Wendat Reservat in Wendake die Huron Traditional Site. Das nachgebaute Huronen-Dorf bietet die einzigartige Gelegenheit, den vergangenen und modernen Lebensstil des Volkes kennenzulernen. Auf einer geführten Tour entdecken Besucher Longhouses, die typische Behausung der Huronen, sowie eine Räucherei, eine Schwitzhütte und ein riesiges Tipi. In Workshops lernen die Teilnehmer, wie Medizinräder oder Ketten gefertigt werden. Traditionelle Zeremonien bieten tiefe Einblicke in die Kultur des Stammes.

 

Kanadas Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft

Das Canadian Museum of History liegt in Gatineau. Die Stadt am gegenüberliegenden Ufer der kanadischen Hauptstadt Ottawa bietet atemberaubende Aussichten auf den Fluss Ottawa sowie die Hauptstadt selbst. Das Museum ermöglicht Einblicke in 20.000 Jahre Menschheitsgeschichte. In der Abteilung über die Pacific Coast First Nations können Besucher Totempfähle, traditionelle Wohnhäuser und Kunstwerke erforschen. In der First Peoples Ausstellung finden sich 20.000 Exponate von Kleidung über Werkzeug bis zu zeremonielle Artefakten. Videos und Dioramen fangen das Erbe der kanadischen First Nations, Métis und Inuit ein. Wer sich für archäologische Ausgrabungen in British Columbia interessiert, sollte auf jeden Fall die Ausstellung „From Time Immemorial – Tsimshian Prehistory“ besuchen.

 

Manawan

Das fünf Autostunden von Montréal entfernte Atikamekw Reservat in Manawan bietet eine breite Palette an indigenen Aktivitäten. Hier lernen Besucher die Traditionen, das Handwerk und die Sprache der Ureinwohner kennen. Ein spektakuläres und farbenfrohes Ereignis sind die sogenannten Pow Wows – rituelle Versammlungen, bei denen gesungen und getanzt wird. Absoluter Höhepunkt des Aufenthaltes ist eine traditionelle Mahlzeit aus Elchfleisch und Bannock (Fladenbrot) am Lagerfeuer – legendäre Geschichten über die Atikamekw-Stammesgruppe gibt’s inklusive. Eine Übernachtung im Tipi auf der nahe gelegenen Insel Matakan rundet das authentische Erlebnis ab.

 

Aanischaaukamikw Cree Cultural Institute

Das 2012 eröffnete Aanischaaukamikw Cree Cultural Institute in der südlichen Region Eeyou Istchee Baie-James ist ein absolutes Must-See in der Cree-Gemeinde Ouje-Bougoumou. Inspiriert vom Sabtuan, dem traditionellen Longhouse des Stammes, beeindruckt das Gebäude mit seinem Baumaterial aus Fichtenbalken und seiner außergewöhnlichen Form. Eine große Ausstellungsfläche, eine Bibliothek sowie Archiv- und Vorführräume tragen dazu bei, das Erbe der Cree-Gemeinde zu bewahren und zu teilen.

 

Nunavik Parks

Die Region Nunavik im Norden Québecs ist mit seinen vier Nationalparks vor allem für abenteuerlustige Besucher interessant. 2019 feiern die Nunavik Parks bereits ihr 15-jähriges Bestehen. Bei einem von Inuit begleiteten Ausflug erleben Teilnehmer die Highlights dieses gewaltigen Gebietes: Sei es Wandern im Pingualuit (der erste eingerichtete Park in der Region) um einen 3,2 Kilometer breiten Kratersee, Langlauf und Schneeschuhwandern im Koroc River Valley im Nationalpark Kuururjuaq, Kajakfahren auf dem Tasiujaq Lake im Tursujuq oder eine rasante Abfahrt auf dem George River im Ulittaniujalik – hier ist für jeden was dabei!

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