Könnt ihr euch vorstellen, einmal Auge in Auge einem Eisbären gegenüberzustehen? Oder mit Beluga Walen in der eiskalten Hudson Bay zu schnorcheln? Bei einer Safari in der kanadischen Arktis könnt ihr den Tieren so nahekommen, dass ihr nicht einmal ein Teleobjektiv benötigt. Der hohe Norden Manitobas ist ebenso wild und einzigartig wie seine Tierwelt von der Tundra bis zur Arktis. Herzlich willkommen zur Arktis-Safari!

Eisbären in Manitoba. Foto: Churchill Wild/Terry Elliott

„Ursus Maritimus“, das größte Landraubtier unserer Erde, ist unumstritten der König der Arktis. Nichts ist aufregender, als einem Eisbären in freier Wildbahn zu begegnen. Im nördlichen Manitoba gibt es einen Ort, an dem das möglich ist: Jedes Jahr im Oktober und November machen sich Hunderte von Eisbären aus ihren Sommerrevieren inmitten der Tundra auf, um zurück aufs Eis zu gelangen. Dabei passieren sie das kleine Städtchen Churchill, das direkt an der Hudson Bay liegt. Während dieser Zeit bieten sich die besten Gelegenheiten, diese kraftvollen und majestätischen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Auch während des Sommers bieten sich fantastische Möglichkeiten, die Eisbären zu sehen, wenn sie auf der Tundra nach Beeren suchen. 

Beluga Wale. Foto: Sam Hearnel

Es ist mit Abstand die wohl außergewöhnlichste Schnorchel-Partie der Welt: Neugierig reckt ein Schule Beluga Wale die Köpfe nach den Tauchern. Dabei stoßen sie lustige, Quiek- und Fiep-Geräusche aus, weswegen sie auch die Kanarienvögel des Nordens genannt werden. Da heißt es, einfach mit einzustimmen in den fröhlichen Walgesang. Die Hudson Bay ist die Heimat von mehr als 57.000 Beluga Walen und mit ihnen zu Schnorcheln ist sicherlich eines der Erlebnisse, die ein Leben lang nicht verblassen.

Karibus in der Tundra. Foto: Churchill Wild

Den endlos erscheinenden Zug einer Karibu-Herde zu erleben, dabei zu sein, wenn Tausende und Abertausende Tiere über die Tundra galoppieren, zählt mit Sicherheit zu den eindrucksvollsten Erlebnissen im hohen Norden. In der  Umgebung von Schmok Lake an der Grenze zu Nunavut könnt ihr eine der größten Karibu-Wanderungen Nordamerikas beobachten.

Ohne Zweifel gehört der kleine Polarfuchs zu den schönsten Wildtieren, die im kalten Norden beheimatet sind. Mit seinem im Winter flauschig weißen Fell ist er optimal getarnt – zum einen für die Jagd, aber auch, um sich vor seinem Feind, dem Eisbären, zu verstecken. Am liebsten hält er sich in der weitläufigen Tundra auf. Die Chancen stehen aber gut, einen der flinken und verspielten Füchse anzutreffen und ein gutes Foto zu schießen.

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