Albertas kulinarische Szene floriert. Feinschmecker aus aller Welt schätzen die authentische regionale Küche und werden von zahlreichen preisgekrönte Restaurants und Top-Küchenchefs angelockt.

Edmonton Farmers’ Market - Credit: Edmonton Economic Development Corp

Die meisten Gespräche übers Essen drehen sich in Alberta ums Thema Fleisch. Und das nicht ohne Grund. Denn Fleisch aus Alberta genießt den Ruf, zum Besten der Welt zu gehören. Auch die Landwirtschaft ist gern in aller Munde. Denn sie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen der Provinz und ist auf die Produktion von Honig und Käse spezialisiert sowie auf den Anbau von Himbeeren, Erdbeeren und der für Alberta typischen Saskatoon-Beere, Gemüse, Samen und Körnern. Getreu dem Motto „frisch auf den Tisch“ bauen auch viele Einwohner und lokale Restaurants ihr Obst und Gemüse selbst an und rund um Calgary und Edmonton beliefern zahlreiche Farmen die Restaurants mit frischem Fleisch wie Rind, Bison, Elch und Strauß.

Die ursprünglichen regionalen Zutaten sind es, die Albertas Küche so unverwechselbar machen – zudem spielen multikulturelle Einflüsse eine bedeutende Rolle: Die besten Rezepte für hausgemachten Piroggen brachten die Ukrainer mit, Traditionen aus Italien, Deutschland, Asien, England, Norwegen und Finnland vervollständigen den kulinarischen Mix. Aber auch wenn es um Innovation geht, kocht Alberta in der ersten Liga: Die Provinz macht immer wieder als Vorreiter neuer Kochtechniken, Stile und Gerichte von sich Reden. Klassisches Beispiel ist der Bloody Cesar Cocktail, der 1969 in Calgarys Westin Hotel erfunden wurde und sich immer noch großer Beliebtheit erfreut.

Rind aus Alberta. Foto: The Maple Leaf Grill & Lounge

Die besten Restaurants

In den kulinarischen Hauptstädten Calgary und Edmonton und der innovativen Food-Szene in den Kanadischen Rocky Mountains findet ihr zahlreiche Top-Restaurants. Wer nicht nur seiner Nase folgen will, findet hier einige Hot Spots der Szene:

Die besten Restaurants nicht nur der Provinz sondern in ganz Kanada gibt es in Calgary. Gleich zwei davon betreibt Chefkoch Justin Leboe. Das Model Milk lockt in eine ehemalige Molkerei aus den 1930er Jahren. Industrielle Optik harmoniert mit farbenfrohem Design und innovativen Gerichten, serviert wird zum Beispiel Lamm, Schwein und Forelle aus regionaler Zucht. Mit dem Pigeonhole schaffte es Leboe auf Anhieb in die Top-Rankings, auf den Teller kommen dort eher extravagante Speisen wie Kaninchen, Ricotta-Knödeln, Speck-Pastete oder russischer Kaviar.

Mehr Appetit auf Rind aus Alberta? Dann seid ihr im Charbar genau richtig. Früher Matratzen-, jetzt Gourmet-Fabrik bietet das Restaurant Rind der Spitzenklasse.

Im Rouge Restaurant in Inglewood kommen nur frische Zutaten auf den Teller und viele davon sind aus eigenem Anbau. Das River Café  lockt mit regionalen Produkten und einer
umfangreichen Weinliste auf eine kleine Insel mitten im Bow River. Das Charcut Roast House ist Spezialist für saisonale Küche: Bekannte Gerichte werden hier neu interpretiert, auf der Karte findet ihr zum Beispiel Wurst-Burger mit Frischkäse und Ei oder Bison-Brust mit Wildschweinspeck.

In Edmonton genießt Daniel Costas italienisches Restaurant Bar Bricco bereits seit Generationen einen tadellosen Ruf. Im Corso 32, das ebenfalls von Costa betrieben wird, gibt’s handgemachte Pasta kombiniert mit Produkten aus der Region.

Viele der besten Restaurants der Stadt definieren verschiedene landestypische Gerichte neu, so zum Beispiel die spanisch-portugiesisch geprägten Restaurants Sabor Divino und Tres Carnales Taqueria. Das Guru Restaurant ist eine der besten Adressen für modernes indisches Essen in Edmonton. Ausgefallene Fusions-Gerichte wie Rinderherz-Bolognese oder Lammbällchen serviert das Three Boars Eatery.

Wer nach Canmore in Kananaskis Country fährt, wird von der Vielseitigkeit der Restaurants der kleinen Stadt überrascht sein. Kulinarische Abenteuer versprechen Crazy Weed oder Iron Goat.

Die Berg-Städtchen Banff und Jasper präsentieren sich mit einer ganz eigenen Küche. In einen entspannten Abend startet ihr in Banff mit einem Cocktail im Fairmont Banff Springs Hotel in der Rundle Lounge, gehobene Küche serviert anschließend der Maple Leaf Grill. Eine überraschende Auswahl an Fondue gibt es im Grizzly House, das seit 1969 aus der Restaurant-Szene nicht mehr wegzudenken ist. Im familienfreundlichen Melissa’s Missteak stehen Steaks aller Art auf der Karte und die Banff Ave Brewing Company ist der richtige Platz für einen saftigen Burger und hausgebrautes Bier.

In Jasper beginnt der Morgen mit einem Frühstück in der Bear’s Paw Bakery oder im Papa George’s. Für müde Outdoor-Abenteurer ist ein kurzer Stopp in der Jasper Brewing Company genau das Richtige. Anschließend habt ihr die Qual der Wahl zwischen Oka Sushi in der Fairmont Jasper Park Lodge, Tekarra oder dem Evil Dave’s.

Das Taste of Edmonton. Foto: Edmonton Economic Development Corp.

Die besten Events

Woran könnt ihr erkennen, dass ein Ort eine kulinarische Leidenschaft pflegt? Daran, dass die Szene feiert. Und zwar regelmäßig und mit großer Begeisterung. Überall in Alberta locken Food-Festivals, mit denen die Provinz ihre Leidenschaft für die Kochkunst demonstriert:

Das Taste of Edmonton begeistert bereits seit über 30 Jahren mit einer Mischung aus kulinarischen Genüssen und Musik. Das Taste of Calgary lockt regelmäßig Feinschmecker aus dem gesamten Süden Albertas mit lokalem Bier und Leckerbissen aus den ansässigen Restaurants.

Das Rocky Mountain Wine & Food Festival macht in beiden Städten Station und ist für seine riesige Auswahl an Wein, Schnaps, Bier und Scotch sowie besondere Feinschmecker-Häppchen bekannt.

Im Sommer stehen in Banff, Calgary und Edmonton Bier-Festivals auf dem Event-Kalender, in den größeren Städten Albertas gibt’s multikulturelle Festivals, die nicht nur mit Musik, sondern auch mit kulinarischen Genüssen aus aller Welt zahlreiche Besucher anziehen.

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