British Columbia ist berühmt für seine Küste. Fast zehn Prozent der gesamten kanadischen Küstenlinie entfallen auf die Provinz im äußersten Westen des Landes. Küste in Kanada bedeutet viel Strand, viele Wellen und viele erstklassige Gelegenheiten, vom Wasser aus die Gegend zu erkunden. Und damit nicht genug: In British Columbia warten praktisch hinter jeder Ecke Flüsse, Seen und Wasserfälle. Hier lässt sich von Großstädten bis hin zu menschenleeren abgelegenen Inselchen alles erkunden.

Auch wenn Wandertouren die perfekte Art sind, British Columbia kennenzulernen, empfehlen wir in jedem Fall, die Provinz auch vom Wasser aus zu bereisen. Denn es ist eine der besten Methoden, Kultur und Landschaft zu genießen, während es gleichzeitig ein wenig abenteuerlich bleibt.

Wale beobachten auf Vancouver Island

Wale, Robben, Delfine und noch vieles andere lässt sich in British Columbia großartig vom Wasser aus erleben. Aber auch landwärts gibt es unglaublich viel zu entdecken – allein schon die zerklüftete Küste und die Leuchttürme sind sehenswert. Von Vancouver Island aus fahren zahlreiche Boote zum Whalewatching hinaus aufs Meer und Killerwale und Buckelwale gehören zum Standardrepertoire. Von Mai bis Oktober können die majestätischen Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Mit dem Kajak durch die Gulf Islands

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Wer sich auf dem Wasser austoben möchte, der kann mit dem Kajak rund um die Gulf Islands fahren, eine Gruppe unterschiedlich großer Inseln vor der Ostküste Vancouver Islands. Von einfach bis anstrengend ist bei den Touren für jeden etwas dabei. Unbedingt zu empfehlen sind die geführten Touren. Möglich sind Tagesausflüge oder längere Trips mit Übernachtung – inklusive Camping mit Frühstück auf einer Insel wie Saltspring, Galiano oder Hornby. Und während Paddler durch die ruhigen Fluten des Pazifiks ziehen, können sie Adler, Wale und andere Meeresbewohner sehen.

 

Mit der Fähre um False Creek in Vancouver

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Warum in den Bus steigen, wenn es auch per Boot ans Ziel geht? Granville Island in Vancouver ist eine beliebte Anlaufstelle und von dort sind nahezu alle anderen Ecken der Stadt mit einer Hafenfähre wie dem Aquabus oder den False Creek Ferries erreichbar. Diese kleinen Boote sind hervorragend dafür geeignet, an einem schönen Sonnentag False Creek zu erkunden. Und die Bootsfahrt selbst kann Teil des Abenteuers sein! Wer stattdessen lieber North Shore erkunden will, für den empfiehlt sich der Sea Bus, der von Vancouvers Innenstadt aus Lonsdale Quay ansteuert. Auch das ist eine einzigartige Reise!

 

Wer in Victoria Halt macht, sollte sich die Angebote von Harbour Ferries & Water Taxis ansehen. Sonntagsmorgens führen die Fähren ein „Wasserballett“ auf, eher etwas für den Abend ist dagegen der so genannte Pub Crawl, bei dem einen die Fähre von Kneipe zu Kneipe bringt.

 

Rafting durch atemberaubende Wälder und Schluchten

Das ist etwas für Adrenalinjunkies: In British Columbia gibt es unzählige Flüsse, auf denen Rafting angeboten wird und hervorragende Rafting-Anbieter bringen euch ihre Gewässer näher. Und dabei ist nicht nur das Rafting selbst zu empfehlen. Auch der Blick nach links und rechts lohnt unbedingt, weil die Flüsse durch atemberaubende Wälder und wild zerklüftete Schluchten strömen.

 

Egal ob ein einziger Tag in den großen Wellen oder eine Mehrtagestour – Spaß wird es in jedem Fall bringen. Für Touren bieten einige Rafting-Firmen echt coole Unterkünfte wie Glamping-Zelte oder Holzhütten an. 

 

Stand-Up-Paddling auf dem Okanagan Lake

Stand-Up-Paddling ist die Trendsportart. Kein Wunder, denn beim Stand-Up-Paddling könnt ihr in einem gemütlichen Tempo auf dem See herumpaddeln, ein paar Kalorien verbrennen, die Sonne genießen und all die abgelegenen Ecken erkunden, an die ein Boot nicht kommt. Neulinge sollten sich unbedingt einweisen lassen, alte Hasen können sich an ausgefalleneren Dingen wie dem Stand-Up-Paddling-Yoga probieren – dem ultimativen Gleichgewichtstest. Naramata, Vernon oder andere Orte entlang des Sees laden ein zu Stand-Up-Paddling am Tag und einer Weinverkostung am Abend.

 

Surfen oder Strandspaziergang in Tofino

Wer im Meer surfen will, kann es wahrlich schlechter treffen als in Tofino. Okay, tropisch warmes Wasser gibt’s dort nicht, aber das Revier ist perfekt für Neulinge. Wem nicht so nach Surfen ist, der kann sich tolle Strandspaziergänge gönnen, beispielsweise in Chesterman Beach, Long Beach und Cox Bay. Hier gibt es auch bei nicht so schönem Wetter jede Menge zu erkunden. Long Beach beispielsweise gilt als hervorragende Adresse für spektakuläre Sturmbeobachtungen.

 

Mit dem Flieger von Victoria nach Vancouver

Was hat denn ein Flugzeug damit zu tun, die Wasserwelt British Columbias kennenzulernen? Ganz einfach: Wer von Victoria nach Vancouver reisen muss, kann das im Wasserflugzeug tun! Im Flugpreis inbegriffen ist ein spektakulärer Blick auf beide Städte und deren Häfen. Ganz abgesehen davon ist der Flug schneller als die Reise mit der Fähre, es bleibt also mehr Zeit für weitere Erkundungen. 

 

Strandgut sammeln auf Haida Gwaii

 

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Vor der Nordwestküste Vancouver Islands liegt die atemberaubend schöne Inselgruppe Haida Gwaii, die National Geographic 2015 zu einem der 20 lohnendsten Reiseziele überhaupt kürte. Die üppig bewachsenen Strände gehören zum Naikoon Provincial Park & Agate Beach und sind perfekte Orte zum Steinesammeln. Während ihr auf den Pazifik hinausblickt, der hier ungebremst anrollt, könnt ihr alle möglichen Schätze entdecken – unter anderem Dinge, die aus Japan hier angespült werden.

 

Bootstouren! Wo? Überall!

 

Mit dem Zodiac von der Horseshoe Bay in West Vancouver aus in See stechen? Im Segelboot in Victoria ablegen? Mit dem Motorboot über den Okanagan-See düsen? British Columbia bietet unendlich viele Möglichkeiten, mit einem schwimmenden Untersatz hinaus aufs Wasser zu fahren. Nicht vergessen werden sollten die Fortbewegungsmethoden früherer Tage – im Ruderboot oder im Kanu. Im Grunde gibt’s in British Columbia an jeder Ecke eine Möglichkeit, sich hinaus aufs Wasser zu bewegen. Lasst euch keine entgehen!

 

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