Heike Kaufhold ist Journalistin, Bloggerin und Herausgeberin des Familien Reiseblog KÖLN FORMAT.

Die Inside Passage ist eine der schönsten Fährverbindungen der Welt! Der kanadische Teil der Inside Passage verläuft zwischen Port Hardy und Prince Rupert und ermöglicht eine atemberaubende Fahrt durch den einsamen Nordwesten British Columbias.

Die Passage führt entlang zerklüfteter Fjorde, riesiger Wälder und enger Kanäle. Foto: Kölnformat

Für viele Reisende kann die Inside Passage das entscheidende Puzzleteil bei der Planung einer Rundreise durch die kanadische Provinz sein. Ganz sicher aber ermöglicht sie einen faszinierenden Einblick in ihre Wildnis und Weite. Die Passage führt entlang zerklüfteter Fjorde, riesiger Wälder und enger Kanäle, die an der schmalsten Stelle gerade mal knapp 420 Meter breit, aber gut 500 Meter tief sind. Wer Glück hat, kann hier im Labyrinth der Inseln Wale und Weißkopfseeadler von der Fähre aus beobachten!

Mal ist das Ufer zum Greifen nahe, mal lässt es sich nur erahnen. Foto: Kölnformat

Die Reiseroute von Prince Rupert nach Port Hardy im Norden Vancouver Islands etwa dauert 17 Stunden und erspart mehrere hundert Kilometer Autofahrt. Die Fahrt gleicht einer Mini-Kreuzfahrt mit spektakulären Highlights. Nach dem Check-In zieht es die meisten Passagiere an Deck in die kalte Morgenluft, um die Ausfahrt aus dem Hafen von Prince Rupert mitzuerleben. Wem es dort auf Dauer zu kühl ist, der kann den Blick auf die atemberaubende Landschaft Westkanadas auch von einem Sessel in der Aurora Lounge aus genießen. Diese müssen separat gebucht und bezahlt werden, was sich durchaus lohnen kann. Denn das Schiff gleitet stundenlang durch die Einsamkeit. Mal ist das Ufer zum Greifen nahe, mal lässt es sich nur erahnen. Garantiert nicht mehr im Sessel bleiben Reisende allerdings, wenn Wale zu sehen sind. Die majestätischen Tiere kündigt der Kapitän des Schiffes per Lautsprecher an, ebenso als Durchsage gibt’s auch Informationen zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Inside Passage wie etwa den Grenville Channel, das verlassene Butedale oder Boat Bluff, den wohl schönsten Leuchtturm auf der Strecke.

Foto: Kölnformat

Wer eine Rundreise durch British Columbia plant und eine Fährfahrt einplanen möchte, muss sich rechtzeitig um die Tickets kümmern. Vor allem in der Hochsaison empfiehlt es sich, weit im Voraus einen Platz auf der Fähre zu buchen, insbesondere wenn ein Auto oder Wohnwagen transportiert werden soll. Denn das Schiff verkehrt in den Sommermonaten lediglich alle zwei Tage. Die Fähren können also schnell ausgebucht sein, denn auf der Strecke reisen nicht nur Touristen, sie ist auch eine beliebte Pendlerstrecke für Einheimische. Die Tickets passen sich den Bedürfnissen der Passagiere an: So kann zur regulären Fahrkarte eine Kabine, ein spezieller Panorama-Sessel oder Buffet als Extra gebucht werden. Auch wenn die Fahrt von Prince Rupert nach Port Hardy nicht über Nacht verläuft, kann es eine gute Entscheidung sein eine Kabine zu buchen, um etwa das Gepäck unterzustellen, sich auszuruhen oder die elektronischen Geräte aufzuladen. An Bord gibt es Kabinen mit zwei, drei oder vier Betten, die ziemlich gemütlich sind und eine schöne Rückzugsmöglichkeit bieten. Da die Fähre morgens sehr früh in Prince Rupert ablegt und erst spät abends in Port Hardy auf Vancouver Island ankommt, empfiehlt es sich, sowohl die Übernachtung vor der Abfahrt als auch die nach der Ankunft in die Reiseplanung der Inside Passage einzubeziehen.

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