Wer auf der Suche nach einem Abenteuer ist, der wird in Kanadas wunderbaren Nationalparks mehr als nur fündig. Unabhängig von der Jahreszeit finden Outdoor-Liebhaber dort nicht nur erstaunliche Landschaften, sondern auch außergewöhnliche Erlebnisse - vom luxuriösen Camping bis zum Schneeschuhwandern. Und in diesem Jahr zahlt es sich besonders aus, Kanadas Naturwundern einen Besuch abzustatten, denn 2017 ist der Eintritt in alle Kanadischen Nationalparks frei! Alles was Besucher dazu benötigen ist ein Entdecker-Pass.

Auf in die Natur mitten im Winter? Na klar! Denn in Kanadas Parks entfaltet die Natur ihre Schönheit nicht selten bei kalten Temperaturen erst so richtig. Wir haben eine Liste der Highlights für die frostigen Monate zusammengestellt, Überraschungen inklusive:

British Columbia: Kootenay National Park

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Was die Wenigsten wissen: Der Kootenay Nationalpark verdankt seine Existenz einem ungewöhnlichen Handel zwischen der Provinz British Columbia und der Bundesregierung. Weil BC im Jahr 1920 kein Geld für den Bau eines Highways durch die Rocky Mountains hatte, bot die Provinz der Regierung im Ausgleich für die Finanzierung Land für einen Nationalpark - auf einer Länge von acht Kilometern auf beiden Seiten der zukünftigen Straße. Ein offensichtlich überzeugendes Argument, über das sich Kanada-Besucher heute freuen.

 

Der Kootenay National Park ist mit seinen eisigen Flüssen und dampfenden heißen Quellen ein wahres Winterparadies. Für Abenteuer in der Natur gibt es keine Limits: Auf Cross-Country-Skiern oder Schneeschuhen abseits der Touristen-Routen in die Natur eintauchen, beim Eisklettern Herausforderungen suchen oder die spannende Tierwelt beobachten – für jeden Geschmack hat der Kootenay Nationalpark das passende Angebot. Und egal wie Outdoor-Fans ihre Zeit verbringen -  für den krönenden Abschluss eines grandiosen Tages sorgen die heißen Quellen von Radium Hot Springs. Entdeckt von den Ureinwohnern und gehegt von den ersten Siedlern im kanadischen Westen dienen sie noch immer als Inspirationsquelle und Jungbrunnen für Generationen von Reisenden inmitten der kanadischen Rocky Mountains.

Québec: La Mauricie National Park

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Was die Wenigsten wissen: Der La Mauricie National Park ist so groß wie die Insel von Montréal. Mit einer Fläche von knapp 500 Quadratkilometern ist der Park in etwa so groß wie die fünftgrößte der deutschen Städte. Es gibt also mehr als genug Platz für Erholung und Vergnügen.

 

Québec ist bekannt für seine vielfältigen Winteraktivitäten. Hier finden beispielsweise einige der besten Winterfestivals der Welt statt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Parks der Umgebung zum Leben erwachen, sobald die Temperatur fällt. Mit über 150 Seen und üppigen Wäldern bietet La Mauricie fast endlos viele Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern, Radeln auf dicken Fatbike-Reifen oder Skilanglauf. Und wer länger bleiben möchte, findet im Domain Wabenaki-Andrew das perfekte Zuhause auf Zeit: Das Resort mit seinen beiden historischen Häusern liegt an den Ufern des Anglerparadieses Lac à la Pêche (See der Angler) und verbindet den Charme des ländlichen Lebens mit allen Annehmlichkeiten einer komfortablen Lodge.

Ontario: Bruce Peninsula National Park

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Was die Wenigsten wissen: Schon seit 50 Jahren pflegen Vogelschützer im Bruce Peninsula National Park die Tradition des Christmas Bird Count, bei dem in jedem Dezember die Vögel des Parks gezählt werden.

 

Schon im Sommer ist der Bruce Peninsula National Park wunderschön. Im Winter aber erwacht er zu besonderm Glanz. Von der Spitze atemberaubender Klippen schauen die Wanderer auf das leuchtende Türkis der Georgian Bay zu ihren Füßen. In den dichten Wäldern leben zahlreiche wilde Tiere und zahlreiche Vogelarten. Und wer nach einem ereignisreichen Tag nicht totmüde ins Bett fällt, kann auch in der Nacht weiter staunen: Der Park ist ein sogenanntes Dark Sky Preserve. Beleuchtung ist im Lichtschutzgebiet nur unter sehr großen Einschränkungen erlaubt. Sternengucker werden also soweit das Auge blicken kann voll auf ihre Kosten kommen. Und wer es besonders naturverbunden mag, der beobachtet die Hemisphäre vor dem eigenen Zelt beim Winter-Campen mit einer dampfenden Tasse Tee oder Kakao in der Hand.

Manitoba: Riding Mountain National Park

 

Was die Wenigsten wissen: Der berühmte Schriftsteller und Trapper Grey Owl arbeitete im frisch gegründeten Riding Mountain National Park in den 1930er Jahren als Tierpfleger. In seiner Blockhütte studierte er eine Biberkolonie, die sich dort mitsamt ihrem Bau eingenistet hatte.

 

Der wunderschöne Riding Mountain National Park liegt rund drei Stunden entfernt von der Metropole Winnipeg und ist ein Paradies für Abenteurer. Hier holen sich Urlauber beim Eisfischen, Schneemobil-Fahren und Kite-Surfen auf zugefrorenen Seen ihre Portion Adrenalin. Naturhungrige können die einmalige Landschaft auf Langlaufskiern erkunden. Und wer den richtigen kanadischen Winter mitsamt Natur- und Tierwelt in den frühen Morgenstunden erleben möchte, der wählt eine oTENTik Zelthütte in der Wildnis und lässt sich von den Vögeln wecken, um beim Ausflug in die Umgebung vielleicht auf Elch und Bison zu treffen. 

Yukon: Kluane National Park and Reserve

 

Der Kluane National Park and Reserve ist das perfekte Ziel für Entdecker. Die Landschaft ist nicht nur atemberaubend, sie bietet auch Abenteuer aller Art, von naturverbunden bis komfortabel. Auf Langlaufskiern oder zu Fuß erkunden die Besucher das Terrain, fahren oder stapfen über zugefrorene Seen, erleben die Faszination des Eisfischens und bereiten den Fang auf dem Feuer am Campingplatz zu. Und mit etwas Glück können Besucher auch noch ein ganz besonderes Naturschauspiel erleben: Den Tanz der Nordlichter am Himmel.

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