Außer Natur hat Kanada nichts zu bieten, glaubt ihr? Dann lasst euch in Toronto eines Besseren belehren. Kanadas größte Stadt ist eine echte Metropole mit unglaublicher kultureller Vielfalt, mit einzigartigen Nachbarschaften, mit einem endlosen Restaurantangebot und einer so großen Menge an Sehenswürdigkeiten, dass mehrere Trips damit gefüllt werden können.

 

Ihr hab nur ein paar Tage Zeit? Dann gibt’s hier die besten Tipps für drei spannende Tage in Toronto.

 

Tag 1: Die Geschmacksknospen gehen auf Weltreise 

Märkte sind eine großartige Methode, eine Stadt kennenzulernen und zu sehen, welche Lebensmittel und Produkte die Region bietet. Wer in Toronto ist, sollte den St. Lawrence Market besuchen. Den klassischen Markt gibt es schon seit 208 Jahren und damit praktisch von Anfang an. 120 Anbieter verkaufen dort frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren und Molkereiprodukte.

 

Eine andere gute Adresse ist Kensington Market. Der Besuch dieses Stadtviertels ist ein absolutes Muss, denn es ist ein Musterbeispiel für die Vielfalt, die Toronto so besonders macht. Einwanderer aus der Karibik, aus Lateinamerika, aus Europa und aus Asien haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen und in Kensington Market könnt ihr diese Spuren riechen, schmecken und genießen.

 

Ein Beispiel: Im Rasta Pasta wird jamaikanisch-italienische Fusion-Küche serviert. Klingt komisch? Aber nur solange, bis ihr Reggae Lasagna probiert habt, Jerk Chicken kombiniert mit traditionelleren Pasta-Zutaten. Oder den Tuscan, ein Panini mit Jerk Pork.

 

Natürlich beschränkt sich Torontos Lebensmittelszene nicht nur auf die Märkte. Hier ein paar weitere Vorschläge, die uneingeschränkt empfehlenswert sind:

Das Alo Restaurant im Herzen Torontos ist ein kleines Stück Frankreich. Wer auf klassische, feine französische Küche steht, der kann mit den ständig wechselnden Degustationsmenüs im Alo definitiv nichts verkehrt machen.

 

Einen anderen Ansatz in Sachen französischer Küche fährt das Cluny Bistro. Gerichte wie das Sandwich mit Erdnussbutter, Marmelade und Gänsestopfleber oder der „Frenchy“ (ein Burger mit Boeuf Bourguignon) sorgen für rundum glückliche Gesichter.

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Wenn euer Forscherherz mehr für Getränke schlägt, seid ihr im etwas außerhalb gelegenen Viertel The Junction gut aufgehoben. Dort könnt ihr diverse Brauereien besuchen, etwa Junction Craft Brewing, Rainhard Brewing oder Halo Brewery. Oder doch lieber Cocktails? Dann führt im Grunde kein Weg an einem Besuch der Dachterrasse des Drake-Hotel vorbei. Eine klassische Toronto-Erfahrung.

 

Rasta Pasta

  • Auf jeden Fall bestellen: Das Vatikan-Panini und Jerk-Chicken-Klöße
  • Wo: Kensington Market
  • Öffnungszeiten: Dienstags bis samstags 11 bis 19 Uhr, sonntags 11 bis 18 Uhr. Montags geschlossen

Alo Restaurant

  • Auf jeden Fall bestellen: Das Degustationsmenü
  • Wo: Queen West
  • Öffnungszeiten: Dienstags bis samstags, 17.30 Uhr bis 22.30 Uhr

Cluny Bistro

  • Auf jeden Fall bestellen: Sandwich mit Erdnussbutter, Marmelade und Gänsestopfleber
  • Wo: Distillery District
  • Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags 11.30 bis 22 Uhr, freitags 11.30 bis 23 Uhr, samstags 10.30 bis 23 Uhr, sonntags 10.30 bis 22 Uhr

 

Tag 2: Hinauf auf den CN Tower

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Mit seinen 553 Metern dominiert der CN Tower die Skyline von Toronto. Im Tower werden Adrenalinjunkies ebenso glücklich wie Leute, die gerne gut essen.

 

Wer will, kann sich im 113. Stock auf einen gläsernen Fußboden wagen. Das ist lahm? Dann solltet ihr euch für den EdgeWalk anmelden, Torontos extremste Aktivität: Ihr legt ein Geschirr an und dann geht es ganz hinaus bis an den äußersten Rand der Plattform, über die ihr euch hinauslehnen könnt. Na, ist das immer noch lahm?

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Wem die Höhe auf den Magen schlägt, der bleibt drinnen und genießt entspannt im Restaurant den Blick über die Stadt. Aber auch das ist nicht langweilig, denn das sich drehende 360 Restaurant bietet ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis. Das Essen ist fantastisch und der gut sortierte Weinkeller (nun ja, Keller… laut Guinness-Buch der Rekorde ist es der höchste Weinkeller der Welt) hält eine riesige Auswahl großartiger Weine bereit.

 

The CN Tower

  • Wo: Downtown Toronto (Entertainment District)
  • Öffnungszeiten: Die Aussichtsplattformen sind bis auf den 25. Dezember ganzjährig von 8.30 bis 22.30 Uhr geöffnet, das 360 Restaurant von 11 Uhr bis 22.15 Uhr. Der EdgeWalk findet bei Gewitter, Sturm oder anderen extremen Wetterlagen nicht statt.
  • Was kostet es: Der Eintritt beträgt rund 25 Euro. Der EdgeWalk kostet rund 150 Euro

 

Tag 3: Sagt ja zum Kanadier in euch

Kanadier-Klischees gibt es reichlich, dabei ist es in Wirklichkeit ziemlich schwierig, alle Kanadier über einen Kamm zu scheren (wobei: freundlich zu sein und eine Vorliebe für Karomuster zu haben, ist doch nun auch nicht das Allerschlimmste, oder?). Wie auch immer: Toronto hält einige Erfahrungen bereit, bei denen ihr so richtig in eure Urlaubsumgebung eintauchen könnt.

 

Den Auftakt macht das Royal Ontario Museum, Kanadas größtes Völkerkunde- und Naturgeschichtemuseum. Den auffälligen Eingang des von Daniel Libeskind neu gestalteten Museumsbaus, genannt The Crystal, könnt ihr garantiert nicht verfehlen. Innen warten Ausstellungen und Galerien, die eine breite Themenpalette von Dinosauriern bis zu den alten Ägyptern abbilden. Um ein echtes Kanada-Gefühl zu bekommen, solltet ihr unbedingt in der Daphne Cockwell Gallery of Canada: First Peoples vorbeischauen. Dort geht es um die Kulturen und Gebräuche von Kanadas Ureinwohnern. Mehr als 1.000 Artefakte decken den Zeitraum vor dem Eintreffen der ersten Europäer bis zum heutigen Tag ab.

 

Ein Klischee, das immer im Zusammenhang mit Kanadiern fällt, ist die Liebe zum Eishockey. Wenn euch der Sport und seine Geschichte interessieren, dann wird euch Torontos Hockey Hall of Fame begeistern. Es warten dort auch jede Menge lustiger Spiele, beispielsweise ein Wettschießen, ein Eishockey-Quiz oder die Möglichkeit, sich ins Tor zu stellen.

Bevor euch vor lauter neuem Wissen der Schädel platzt, nehmt doch lieber an einer guten alten Form der Leibesertüchtigung teil – dem Axtwerfen. Schnappt euch bei Bad Axe Throwing ein Beil, das euch zusagt, und werft es. Was ist das für ein großartig befriedigendes Gefühl, mitten ins Schwarze zu treffen. Dabei kann man so richtig schön Dampf ablassen.

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The Royal Ontario Museum

  • Wo: Downtown
  • Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 17.30 Uhr (außer Weihnachten)
  • Was kostet es: Rund 15 Euro

The Hockey Hall of Fame

  • Wo: Downtown
  • Öffnungszeiten: Saisonabhängig. Die genauen Zeiten erfahrt ihr hier
  • Was kostet es: Rund 15 Euro

Bad Axe Throwing

  • Wo: The Junction
  • Geschäftszeiten: 8 bis 23 Uhr
  • Was kostet es: Rund 30 Euro für drei Stunden

 

Was ihr sonst in Toronto auf keinen Fall verpassen solltet

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Sport

Sportinteressierte Menschen haben in Toronto eine große Auswahl. Es gibt ein Profi-Eishockeyteam und in Toronto spielt auch Kanadas einziges NBA-Basketballteam (Toronto Raptors) und das einzige MLB-Baseballteam (Toronto Blue Jays). Es gibt außerdem Profi-Teams im Fußball, Canadian Football und Lacrosse.  

Festivals

In Toronto findet im Grunde ständig irgendein Festival statt. Musikfreunde haben die Auswahl unter Dutzenden Veranstaltungen, darunter NXNE und das TD Toronto Jazz Festival. Wer gerne tanzt, kann beim Toronto Pride mitmischen oder beim Toronto Caribbean Carnival neue Tänze kennenlernen. Zum Toronto International Film Festival sind Filmstars aus aller Welt in der Stadt, Kunstliebhaber dagegen freuen sich vermutlich eher auf Luminato.

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